Freitag, 18.07.2008 10:21

XDA Diamond und MDA Compact IV im Test

aus den Bereichen Mobilfunk, Computer
Bei beiden Geräten gefiel die gute Sprachqualität bei Telefonaten. Der Gesprächspartner klingt klar und ist gut verständlich - bei Windows Mobile keine Selbstverständlichkeit. Baut das Smartphone ein Telefonat auf, schaltet sich das Display automatisch ab. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, ist ein kurzes Vibrieren zu vernehmen. Dies ist beim ersten Telefonat ein wenig verwirrend, stört aber nicht weiter.

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Wo Licht ist...

...ist gewöhnlich auch Schatten. Die neueste Generation von HTC-Smartphones glänzt nicht an allen Ecken. Die Gehäuse des XDA Diamond und MDA Compact IV sind sehr anfällig für Fingerabdrücke. Der XDA Diamond wies nach unserem Test zudem feine Kratzer im Display auf - und das, obwohl das Gerät kein einziges Mal in der Hosentasche landete. Die von T-Mobile beigelegte Schutzhülle ist also auch für Diamond-Nutzer absolute Pflicht! Ein wenig vermissen wir die Status-LED, die offensichtlich in die Hörmuschel eingearbeitet, aber deaktiviert ist. So melden sich die Geräte nur bei eingehenden SMS, E-Mails oder verpassten Anrufen über eine, wenn auch schöne Licht-Animation am Trackball zurück. Wenn das Display aus ist, wirken die schwarzen Funker wie deaktiviert.

A propos ausgeschaltet: der Akku bietet lediglich 900 mAh - für ein Hightech-Gerät mit einer Funktionsvielfalt von XDA und MDA sehr schwachbrüstig. Man muss den HTC-Technikern zugute halten, dass sie es geschafft haben, den Diamond mit einer Akku-Ladung tatsächlich mehr als eine Woche am Leben zu halten. Im Standby-Test hielten beide Geräte satte zehn Tage aus. Wer unterwegs öfter auf HSDPA, WLAN und Co. zurückgreift, der muss XDA wie MDA dann aber doch alle ein bis drei Tage an das Stromnetz anschließen. Im Hause HTC ist man sich über diesen Negativpunkt bewusst und plant den Verkauf eines deutlich stärkeren Akkus. Dieser soll 1350 mAh bieten und wird als Zubehörteil erhältlich sein. Da dieser dicker ist als der Standard-Akku, wird auch eine neue Schale für die Hinterseite nötig. Mehr Saft bringt also Einbußen in der Tiefe des Gerätes mit sich - und kostet im HTC-Shop satte 55,95 Euro exklusive Versand.



Störend ist, dass TouchFLO 3D immer dann ins Stocken gerät, wenn bestimmte Hintergrundaktionen ausgeführt werden, beispielsweise eine 3G- oder HSDPA-Verbindung aufgebaut wird. Gleicher Effekt tritt ein, wenn Opera Mobile beendet wird. Bis das Gerät wieder in ruckelfreiem Umfang genutzt werden kann, vergehen einige Sekunden. Beendet man den YouTube-Client während dieser nach Videos sucht, ist ein Softreset die einzige Möglichkeit, den kleinen Helfer wieder nutzbar zu machen. Einige Störfaktoren also, die HTC in kommenden Versionen ausloten muss.

Fazit: Elegant und gut. Aber mit Kinderkrankheiten.

xdamda_beide_klein.jpg
Die zwei Testobjekte.
Zum Vergrößern klicken
Der MDA Compact IV von T-Mobile ist ebenso wie der XDA Diamond von o2 ein treuer Begleiter für mehr oder weniger verspielte Technikfreunde. Die umfangreichen Funktionen machen Spaß, die neuartige 3D-Oberfläche bügelt zahlreiche Schwächen von Windows Mobile elegant aus. Im Vergleich zum unbefriedigenden TouchFLO-Zwischenschritt, den HTC beim HTC Touch tätigte, ist das neue TouchFLO-3D ein Meilenstein. Verglichen mit dem konzeptionellen wie auch technischen Benchmark, der iPhone-Oberfläche, möchte der Meilenstein dann doch nicht so wirklich glänzen.

Im Vergleich mit anderen Windows-Mobile-Geräten haben MDA Compact IV und XDA Diamond aber ganz klar die Nase vorn. In unserem Test gefiel uns der Lieferumfang. Auch Zugaben wie Opera Mobile oder das YouTube-Interface sorgten für gute Unterhaltung. Besonders hervorzuheben ist aber, dass es der MDA Compact und der Diamond schaffen, durch ihre eingängige Steuerung auch PDA-Neulinge zu begeistern. Ganz ohne Knebelverträge. So haben Geschäfts- und Privatkäufer viel Freude am vielleicht noch nicht ganz fertig geschliffenen Diamanten aus dem Hause HTC.

Name: XDA Diamond / MDA Compact IV
Hersteller: High Tech Computer (HTC)
Internet: www.htc.com
Preis: 500 - 550,- Euro
Technische Daten
Abmessungen: 102 x 51 x 11,35 mm
Gewicht: 110 Gramm
Display: 2,8-Zoll (7,11 cm) TFT-LCD-Touchscreen-Display mit VGA-Auflösung
Prozessor: Qualcomm MSM7201A 528 MHz
Speicher: 256 MB ROM, 4 GB intern, 192 MB DDRAM
Betriebssystem: Windows Mobile 6.1
Navigationssoftware: TomTom Navigator 7 (nur XDA Diamond)
NaviGate 2.5 (nur MDA Compact IV)
Kartenmaterial: muss zugekauft werden (o2)
einzeln abrufbar, kostenpflichtig (T-Mobile)
Besonderheiten: AGPS/GPS-Chip integriert, Trackball zur Navigation, 3,2-Megapixel-Kamera, VGA-Kamera in Vorderseite (für Videotelefonie), WLAN, UMTS, EDGE, HSPDA, Bluetooth 2.0, G-Sensor
Lieferumfang o2: Ladegerät, Stereo-Headset, Tasche, Datenkabel, Ersatz-Stylus
Lieferumfang T-Mobile: Ladegerät, Stereo-Headset, Schutzfolie
Anschlüsse: Mini-USB
Pro & Contra
Design
TouchFLO 3D
Display
Konnektivität (UMTS, HSDPA etc.)
hilfreiche Programme
GPS-Modul
G-Sensor
brauchbare Kamera
großer interner Speicher
solide Verarbeitung
schwacher Akku
Software teils überlastet
anfällig für Fingerabdrücke & Kratzer
Speicher nicht erweiterbar
kein Outlook mit dabei
kein Kamera-Blitz
hoher Preis
Bewertung:
Display (20%): sehr gut
Ausstattung (20%): gut
Akkulaufzeit (30%): befriedigend
Bedienung (30%): gut
Preis-Leistung: gut
Gesamtnote gut (2,1)
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 Wartezeiten nach Eingabe lohnt sich zum Kaffee trinken (11 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Michael am 19.09.2008 um 13:57 Uhr
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