Donnerstag, 03.07.2008 16:14

Nvidia: Fehler bei Grafikchips in Notebooks

aus dem Bereich Computer
Der Grafikprozessorhersteller Nvidia hat seinen erwarteten Gewinn für das zweite Quartal nach unten korrigiert. Daran tragen jedoch Unternehmensangaben zufolge nicht nur eine schwache Entwicklung des Endkunden-Marktes und eine Verspätung des MCPs (Media and Communication Processor) der kommenden Generation die Schuld: Insbesondere ein Fehler bei Notebook-Grafikchips soll den Umsatz schmälern.

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Materialfehler

Wie Nvidia mitteilte, seien bestimmte Versionen der Vorgänger-Generationen von Grafikprozessoren und MCPs, die bei Notebooks zum Einsatz kommen, fehlerhaft. Diese Chips hätten eine höhere Ausfallrate verursacht, die Hauptursache sei noch nicht gefunden worden. Allerdings trägt eine Schwachstelle bei dem verwendeten "Die-/Gehäuse Material-Set" zu dem Fehler bei. Auch die Erwärmung der Rechner und das Verhalten der Kunden würden ihren Teil dazu besteuern. Ein neuer Treiber soll dafür sorgen, dass der Lüfter eher anspringt, um den Chip besser zu kühlen. Für die gegenwärtige Produktion werden widerstandsfähigere Materialien verwendet, aktuelle Systeme sind daher nicht betroffen. Welche Hersteller und welche Geräte genau mit den fehlerhaften Chips ausgeliefert wurden, ließ das kalifornische Unternehmen offen.

Umsatzkorrektur

Der Chiphersteller spricht nun zwecks Rückerstattung mit den Zulieferern und strebt außerdem an, die Mehrkosten durch die Versicherung abdecken zu lassen. Insgesamt plant Nvidia, 150 bis 200 Millionen US-Dollar für Umtausch-Vorgänge der Kunden, Reparaturen und erwartete Gewährleistungsansprüche zurückzulegen. Wie der Geschäftsführer Jen-Hsun Huang bekannt gab, wird Nvidia künftig enger mit den Laptop-Herstellern und den Chip-Werken zusammenarbeiten, man trage schließlich eine Verantwortung für die Kunden.

Der Hersteller geht nun von einem Umsatz in Höhe von 875 bis 950 Millionen US-Dollar aus, während Analysten mit 1,1 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Ein weiterer Grund für die Schmälerung der Finanzen sei auch eine Preisanpassung bei den aktuellen Grafikchips als Reaktion auf Konkurrenz-Produkte gewesen.
Saskia Brintrup
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