Das Reich der Mitte mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern befindet sich weiter auf der
virtuellen Überholspur. Nachdem China Ende April mit über 221 Millionen Internetnutzern den bisherigen Online-Spitzenreiter USA eingeholt hat, setzt die Volksrepublik jetzt zum nächsten Überholvorgang an. So gab es Ende Juni mehr China-Domains mit der Endung .cn als deutsche .de-Adressen.
12,3 Millionen China-Domains
Bislang war Deutschland in Sachen Domains der erste Platz im Vergleich der
Länder-Endungen sicher. Doch das Interesse nach eigenen Internetadressen im Reich der Mitte scheint ungebrochen zu sein. So werden in China seit Anfang des Jahres monatlich zwischen 300.000 und 400.000 neue Internetadressen mit der Länder-Endung .cn registriert. Laut des Internet-Dienstleisters United Domains liegt die Steigerungsrate hierzulande dagegen nur bei rund 100.000 Domains im Monat. Insgesamt seien derzeit
12,1 Millionen .de-Adressen registriert – im Gegensatz zu 12,2 Millionen .cn-Domains.
Enormer Wachstumsmarkt
"China gilt mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von sieben Prozent als einer der
Domain-Märkte der Zukunft", betont Unternehmenssprecher Markus Eggensperger. Interessant sei die Domain-Endung besonders für Unternehmen und Organisationen, die Geschäftsbeziehungen mit China unterhalten oder zukünftig aufbauen möchten. Privatpersonen dürften allerdings keine chinesischen Internetadressen registrieren. Dies werde durch Prüfungen von der Vergabestelle durchgeführt. Bei Nichtbeachtung der Richtlinien erfolge zu dem die nachträgliche Löschung der Domain.
Michael Friedrichs