Dienstag, 01.07.2008 13:47

Mindestens 80 Prozent der E-Mails sind Müll

aus dem Bereich Sonstiges
Ein weit verbreitetes Ärgernis: Der arglose Nutzer startet sein E-Mail-Programm – und kann sich erst einmal einen Kaffee holen, während der PC sich mit Werbung vollsaugt. Mindestens 80 Prozent aller weltweit versandten E-Mails seien Spam, so der Bundesverband für Informationswirtschaft und Telekommunikation (Bitkom). Panda Security spricht sogar von 95 Prozent.

Bitkom fordert mehr Aufklärung

Jeder Vierte schützt sich nicht und drückt hinterher lediglich die Löschtaste. Das geht aus einer Bitkom-Umfrage hervor. Der Verband sieht hier noch "großen Aufklärungsbedarf", denn es bedürfe keines High-Tech-Wissens, um einem Großteil des Spams aus dem Weg zu gehen.

Die Umfrage zeigt weiterhin, dass 71 Prozent der Deutschen mit privater E-Mail-Adresse täglich mindestens eine unerwünschte Nachricht bekommen. Mit 27 Prozent erhält fast jeder vierte E-Mail-Nutzer mehr als fünf Spam-Mails am Tag.

Drei Viertel der deutschen E-Mail-Kunden wappnen sich aktiv gegen die Mail-Attacke. Am beliebtesten sind Spam-Filter des E-Mail-Anbieters. Sie werden von 38 Prozent genutzt. 25 Prozent haben einen Filter auf dem eigenen Computer.

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Hohe Strafe kann nicht schützen

Das Versenden von Spam ist in Deutschland kein Kavaliersdelikt mehr. Seit dem vergangenen Jahr droht nervigen "Spaßvögeln", die PCs mit Werbung überfluten, ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten unerwünschten Mitteilungen werden aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter die deutsche Gesetzgebung.

Schützen kann man sich mit den Tipps aus dem Online-Ratgeber, folgende Hinweise ergänzt Bitkom:

  1. Komplizierte E-Mail-Adresse wählen

    Spam-Versender verschicken ihre Post oft nach dem Zufallsprinzip. Sie generieren automatisch E-Mail-Adressen und probieren diese aus. Lange oder ungewöhnliche Zeichenfolgen in der eigenen E-Mail-Adresse erschweren die Arbeit der Spammer.

  2. Nicht antworten

    Nicht auf Spam-Mails antworten! Auch vermeintliche Abmelde-Optionen – etwa für Newsletter – sollten nicht genutzt werden. Diese Rückmeldungen sind für Spammer eine Bestätigung, dass die gewählte E Mail-Adresse aktiv ist.

  3. Zweit-Adresse anlegen

    Die privat genutzte E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es besser, sich eine zweite Kennung anzulegen. Wer über diese Adresse zu viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Freunde und Bekannte weiterhin erreichbar.

  4. Spam-Filter nutzen

  5. Blindkopien verschicken

    Wer Mails an mehrere Personen verschickt, sollte alle Adressen im Feld "BCC" eingeben, um die Empfänger geheim zu halten.
Dorothee Monreal
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    Zuletzt kommentiert von *TBS* am 02.07.2008 um 13:27 Uhr
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