Die geplante
Fusion von France Télécom mit dem skandinavischen Konkurrenten TeliaSonera zum viertgrößten Telekom-Betreiber der Welt ist geplatzt. France Télécom zog das Angebot am Montag zurück, wie das Unternehmen in Paris mitteilte.
TeliaSonera forderte mehr Geld
Beide Firmen hätten sich nicht auf die "finanziellen Parameter" einigen können. France Télécom hatte Anfang Juni bis zu 34 Milliarden Euro für TeliaSonera geboten, was das Unternehmen als zu niedrig zurückwies. Auch Nachbesserungen im Laufe der Verhandlungen konnten den Verwaltungsrat des skandinavischen Konzerns nicht überzeugen. TeliaSonera war 2002 aus den ehemals staatlichen Telefonunternehmen in Schweden und Finnland hervorgegangen, Telia und Sonera. 50 Prozent der Anteile befinden sich immer noch in Staatsbesitz.
Der Aktienkurs von France Télécom legte am Montagmorgen um über sieben Prozent zu, TeliaSonera verzeichnete dagegen einen Kursrückgang um über drei Prozent. Neben France Télécom hatte Mitte Juni auch die norwegische Telefongesellschaft Telenor
Interesse an TeliaSonera gezeigt.
Jörg Schamberg
/ afp