Der Chip-Hersteller
Intel will auf seinen rund 80.000 Rechnern seiner Mitarbeiter das aktuelle Microsoft-Betriebssystem
Windows Vista nicht installieren. Laut einem Bericht des englischen Branchendienstes "The Inquirer" unter Berufung auf Unternehmenskreise sollen die firmeneigenen Computer weiterhin unter
Windows XP laufen.
Vor- und Nachteile abgewogen
Demnach hätten Mitarbeiter der IT-Abteilung die Vor- und Nachteile des Systemwechsels genau abgewogen und seien dann zu dem Schluss gekommen, kein Windows Vista innerhalb des Intel-Konzerns einzusetzen. Offiziell hält sich der Chip-Hersteller in Anbetracht der guten und langjährigen Geschäftsbeziehungen mit
Microsoft aber bedeckt. So erklärte ein Sprecher gegenüber der amerikanischen Tageszeitung "New York Times" auf Anfrage, man teste das Betriebssystem und setze Vista bereits in einigen Abteilungen ein.
Probleme beim Betriebssystem-Umstieg
Freuen werden sich die Redmonder sicherlich nicht über diese Entscheidung. Aber nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch bei den privaten PC-Nutzern stößt Windows Vista auf wenig Interesse. Vor allem Hardware-Probleme beim Umstieg von XP auf Vista sorgen immer wieder für unzufriedene Stimmen nach der Installation. Nach einer lautstarken
Protestaktion von XP-Nutzern hat Microsoft seine Unterstützung für die Systemplattform bis 2014 verlängert. Ursprünglich wäre der Support Anfang nächsten Jahres ausgelaufen.
Michael Friedrichs