Die Zeichen auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt
stehen auf Konsolidierung. Das war eine der zentralen Erkenntnisse der Handelsblatt Jahrestagung "Telekommarkt Europa" in Düsseldorf. Auch
Versatel wird immer wieder als möglicher Übernahmekandidat gehandelt. Zunächst hat der Düsseldorfer Festnetz- und Internetanbieter aber selbt ein paar Millionen auf den Tisch gelegt, um eine Übernahme zu stemmen. Für 30 Millionen Euro wird die AKF Telekabel TV und Datennetze GmbH zu 100 Prozent überommen, teilte Versatel am Mittwoch mit.
76.000 angeschlossene Haushalte
Der Aufsichtsrat der Versatel AG habe der Übernahme bereits zugestimmt, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Allerdings stehe der Abschluss unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Im Kaufpreis eingeschlossen sind Verbindlichkeiten der AKF in nicht näher genannter Höhe. Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main gehört zum Konzernverbund der Deutsche Wohnen AG und agiert als Kabelnetzbetreiber der Netzebene 4. Ende 2007 waren circa 76.000 Haushalte an die Gesellschaft gebunden, von denen sich Versatel langfristige, stabile Kundenbeziehungen verspricht.
Für Versatel-Chef Peer Knauer ist die Übernahme aber auch "eine deutlich konstengünstigere und schneller realisierbare Lösung zum Ausbau des eigenen Glasfasernetzes". Wichtig sei auch, dass Versatel Management-Know-How in der Kabelindustrie gewinne. Von den Kompetenzen im Bereich der Kooperation mit Wohnungsbaugesellschaften und dem Angebot von TV-Produkten will Versatel zukünftig profitieren.
Hayo Lücke