Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Nutzer seine Spuren und auch über andere Wege ist es Unternehmen möglich, Informationen über Kunden zu
sammeln. Dies hält viele Deutsche offenbar trotzdem nicht davon ab, sich freiwillig im Internet zu präsentieren. So zeigt eine aktuelle Forsa-Erhebung im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, kurz Bitkom, dass insgesamt neun Millionen Bundesbürger persönliche Daten in Online-Netzwerken veröffentlichen.
Jeder sechste Onliner mit Profil
Demnach geben bereits zwölf Prozent der Bürger ab 14 Jahren sensible Infos in Communitys preis, was einer Steigerung um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gemessen an der Zahl der Internet-Nutzer verfügt inzwischen jeder Sechste über ein solches Profil, womit die Online-
Netzwerke vor der eigenen Homepage oder
Weblogs rangieren. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer erwähnt in diesem Zusammenhang auch den Datenschutz als wichtiges Kriterium und hält diverse Tipps bereit, was die Nutzer von Communitys beachten sollten.
Den Zugang zu persönlichen Daten beschränken
Zunächst empfiehlt der Verband, die Datenschutzerklärung des Anbieters zu lesen, bevor sich der Nutzer mit seiner E-Mail-Adresse und weiteren Daten registriert. Dort sollte allgemein verständlich aufgeführt sein, zu welchen Zwecken persönliche Daten gespeichert werden. Zusätzlich weist Bitkom darauf hin, dass viele Netzwerke den vollständigen Namen verlangen, da sie reale soziale Beziehungen abbilden. Falls dies nicht zutrifft, sei auch nichts gegen ein Pseudonym anstelle des Namens einzuwenden. Darüber hinaus sollten die Nutzer genau überlegen, wem sie den Zugriff auf welche Informationen gestatten. "Frei zugängliche Partyfotos im Netz können zum Beispiel bei der Bewerbung um einen Job schaden", gibt Scheer zu Bedenken. Für solche Jugendsünden gibt es mittlerweile auch Dienste, die den
guten Ruf im Internet wiederherstellen. Private Bilder und persönliche Kontaktdaten sollten nur Bekannte einsehen dürfen.
Die angelegten Profile lassen sich in der Regel nicht über Suchmaschinen finden, um nicht für jeden Surfer zugänglich zu sein – bei einigen Netzwerken sei dies jedoch auf ausdrücklichen Wunsch möglich. Zu guter Letzt weist der Verband darauf hin, dass die Nutzer bei den meisten Communitys auch Werbe-Einblendungen in Kauf nehmen müssen, die bei dem Einsatz von Filtern auf den Kunden zugeschnitten sind. Persönliche Daten würden den Werbenden jedoch nicht übermittelt.