Das Handy kann heutzutage eigentlich schon alles – surfen, Musik abspielen, navigieren und Videos drehen. Mit dem neuen Tool namens Peir (Personal Environmental Impact Report), das Forscher an der University of California, Los Angeles, kurz UCLA, am Cens-Institut (Center for Embedded Networked Sensing) in Zusammenarbeit mit dem Nokia Research Center entwickelt haben, mutieren Mobiltelefone nun auch noch zum Messgerät für den verursachten Schadstoff-Ausstoß – und vielleicht zum Warnsystem für Fans von Imbiss-Buden.
Verschiedene Auswertungen
Peir funktioniert mit GPS-Handys und zeichnet die vom Nutzer zurückgelegten Strecken auf. Anhand der Geschwindigkeit kann das System erkennen, ob der Nutzer zu Fuß unterwegs ist, mit dem Rad oder Auto fährt oder im Bus sitzt. In Kombination mit dem Standort, der Uhrzeit, der Luftqualität und Wetterdaten schätzt Peir, wie der Telefon-Besitzer die Umwelt beeinflusst und belastet. Die Werte werden täglich, wöchentlich, monatlich und bezogen auf ein gesamtes Jahr zusammengefasst und beinhalten vier Punkte: die Kohlendioxid-Emission, die Auswirkung auf sensible Gebiete wie Schulen oder Krankenhäuser, die Belastung durch Feinstaub und sogar, wie häufig Fast Food konsumiert wurde.
Start im Spätsommer
Auf der
Website können sich die Nutzer zum Beta-Test anmelden, der im Spätsommer beginnen soll. Aktuell befindet sich Peir im geschlossenen Beta-Stadium und wird nur von den Nokia Handys
N80 und
N95 unterstützt. Demnächst soll das Tool dank Upload der Daten im GPX-Format (GPS Exchange Format) jedoch auch mit anderen Modellen genutzt werden können. Im Internet können die Mitglieder außerdem Werte für verschiedene Strecken vergleichen und sehen, welchen Einfluss eine Änderung ihrer Gewohnheiten und kleine Entscheidungen auf die CO2-Emission haben. Wie es sich für das Web 2.0 gehört, lassen sich die durchschnittlichen Zahlen natürlich mit anderen Peir-Nutzern vergleichen und auch in das soziale Netzwerk
Facebook einbinden.