Im Zuge der International Supercomputing Conference, die am 17. Juni in Dresden stattfindet, hat AMD einen neuen Stream Prozessor angekündigt. Der FireStream 9250 soll bei einfacher Rechengenauigkeit die Grenze von einem Teraflop überschreiten. Darüber hinaus können sich Mac Pro-Interessierte demnächst über eine weitere Grafikkarten-Option freuen.
Acht Gigaflops pro Watt
Der FireStream 9250 wurde entwickelt, um "kritische Algorithmen zu beschleunigen", und soll im High-Performance Computing für Finanzanalysen oder seismische Berechnungen eingesetzt werden. Verglichen mit einem einzelnen Prozessor soll so bis zu 55 Mal mehr Leistung erreicht werden. Die Karte für den PCIe-Slot verfügt über ein Gigabyte GDDR3-Speicher und soll weniger als 150 Watt Strom verbrauchen. Der Prozessor baut auf den Einsatzmöglichkeiten des Vorgängers 9170 auf und soll es bei doppelter Genauigkeit auf 200 Gigaflops bringen. Bezogen auf die einfache Genauigkeit liegt die Leistung pro Watt laut AMD bei bis zu acht Gigaflops. Mit dem mitgelieferten Software Developer's Kit (SDK) sollen Entwickler Anwendungen für den Prozessor programmieren können. AMD legt dabei nach eigenen Angaben Wert auf einen offenen Ansatz und veröffentlicht unter anderem das Brook+ Front-End auf Open-Source-Basis. Der FireStream 9250 und das SDK sollen im dritten Quartal erhältlich sein. Die Kosten beziffert AMD auf 999 US-Dollar.
Die 3870 für den Mac Pro
Außerdem hält AMD noch Neuigkeiten für Apple-Nutzer bereit: Ende Juni soll die ATI Radeon HD
3870 in der Mac & PC Edition für die Workstation Mac Pro bei Händlern weltweit erhältlich sein. Bislang haben die Anwender die Wahl zwischen einer ATI Radeon HD 2600 XT beziehungsweise einer Nvidia GeForce 8800 GT oder einer Quadro FX 5600. Die 3870 mit 320 Stream Prozessoren bringt in der Mac-Version 512 Megabyte GDDR4-Speicher und eine Dual-Link DVI-Schnittstelle mit, über die sich beispielsweise zwei 30 Zoll große Apple Displays mit
High Definition-Auflösung anschließen lassen. Die genaue Taktfrequenz ließ AMD offen. Der Preis soll bei 219 US-Dollar liegen.
Saskia Brintrup