Das
iPhone 2.0 zeichnet sich nicht nur durch bessere Hardware-Features wie
UMTS-Unterstützung und ein integriertes GPS-Modul aus – Steve Jobs hat vor allem auch den Entwicklern einen Gefallen getan, indem er die Plattform für alle Programmierer freigegeben hat. Wenn das Apple-Handy ab dem 11. Juli in allen Telekom-Shops verfügbar ist, öffnet gleichzeitig auch der virtuelle Apple Store mit hunderten von Anwendungen, welche die Leistungsfähigkeit des Telefons noch einmal erweitern sollen. Derzeit zeigt sich die Branche von "AirRemote" angetan, eine kostenpflichtige Programmerweiterung, dank der die Besitzer die Elektronik ihrer Wohnung steuern können sollen.
"Größte kleinste Fernbedienung"
Das US-amerikanische Computermagazin "
CEPro" hatte erstmals auf AirRemote aufmerksam gemacht. Hinter der Anwendung steht Steve Moore, der das Programm als die "größte kleinste TV-Fernbedienung" bald auf den Markt bringen will. AirRemote selbst wird demnach für 99 US-Dollar zu haben sein. Dazu kommen die etwa gleich hohen Kosten für einen WLAN-fähigen Netzwerkadapter von Global Cache, der die IP-Befehle des iPhone – oder auch des iPod Touch – in serielle und
infrarote Signale verwandelt, die dann die Heimkinogeräte steuern.
Günstige Bedienalternative – auch für alle Geräte
Licht nach Wunsch. Bild: CEPro
Zwar gibt es bereits vergleichbare Lösungen auf dem Markt, doch selbst, wenn man die Kosten für die AirRemote, das iPhone und den Netzwerkadapter zusammenrechnen würde, sei das Angebot noch bei Weitem günstiger als "beispielsweise ein Pronto Pro (Fernsteuerung für Heimautomation von Philips, Anm. der Redaktion), bei dem noch ein Programmierer benötigt wird, der tagelang im Wohnzimmer campiert, um die Sache zum Laufen zu bringen", sagte Moore. Dank der Kompatibilität von AirRemote mit Heimsystemen von AMX oder Crestron ist die Fernbedienung auch als Komplettlösung für die Steuerung der gesamten angeschlossenen Hauselektrik geeignet. Dann lassen sich mittels des Programms auch Lampen, Rollladen und Alarmanlagen kontrollieren.
Die Idee, mit Hilfe eines Smartphone Geräte und elektrische Einrichtungen im Haus zu bedienen, ist in Deutschland nicht neu. Zur
CeBIT 2008 stellten Forscher des Fraunhofer Instituts "
WiMAC@home" (Wireless Media and Control at Home) vor, ein Projekt, das die WLAN-Vernetzung in der Heimautomatisierung vereinfachen soll.