Zwischen der EU-Kommission und den europäischen Mobilfunk-Netzbetreibern bahnt sich ein neuer Streit an. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" reagieren die Telekommunikationsunternehmen bisher nur zögerlich auf die Forderung der EU, die Preise für grenzüberschreitende SMS- und Datentarife drastisch zu senken. Aus EU-Kreisen heiße es: "Wer sich bis 1. Juli nicht von SMS-Preisen von bis zu 41 Cent verabschiedet, wird reguliert".
E-Plus legt vor
Eine ähnliche Drohung hatte EU-Kommissarin Viviane Reding bereits Anfang Juni
ausgesprochen. Gegenüber dem "Focus" führte sie nun ergänzend aus: "Die Konzernchefs wissen, was ich von ihnen erwarte. Andernfalls kommt eine neue Verordnung auf den Tisch." Und in der Tat sind die bisher angekündigten Preissenkungen überschaubar. Den Anfang und einen Schritt in die richtige Richtung machte
E-Plus. Kunden des Düsseldorfer Netzbetreibers können im EU-Ausland in ausgewählten Netzen für
50 Cent pro Megabyte im Internet
surfen. Bei Buchung des so genannten Reisevorteils können sie zudem SMS für
29 Cent verschicken.
Neue Preise von T-Mobile
Deutlich teurer ist das mobile Surfen im EU-Ausland bei
T-Mobile - trotz einer
Preissenkung der Option Weltweit, die bei allen Tarifen voreingestellt ist. In Ländern der Europäischen Union sowie Kroatien und der französischen Karibik werden 19 Cent pro 100 Kilobyte beziehungsweise 1,95 Euro pro Megabyte fällig. Eine Tagesflatrate, die zu einem Datentarif zugebucht werden kann, kostet immerhin 14,95 Euro.
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