Freitag, den 13.06.2008 17:01

Trojaner-Alarm: Gina-Lisa-Video ist brandgefährlich

aus dem Bereich Sonstiges
Cyberkriminelle sind bei der Wahl ihrer Attacken und Angriffsziele sehr kreativ. Häufig werden grassierende Hypes um mehr oder weniger bekannte Personen ausgenutzt. Nicht selten tappen ahnungslose Computernutzer bei der Suche nach mehr Informationen - etwa über den neuesten Skandal eines Starlets - auf eine mit Schadcode präparierte Webseite.

Anzeige
Trojaner Zlob lockt mit Topmodel

Aktuell machen sich etliche Internetsurfer im Netz auf die Suche nach einem angeblichen Sex-Video von Gina-Lisa Lohfink, einer ehemaligen Teilnehmerin der ProSieben-Sendung "Germany's next Topmodel". Dies ist jedoch nicht ganz ungefährlich, da eine Variante des Trojaners Zlob bereits auf Internetseiten über Gina-Lisa gefunden wurde.

DNS-Einstellungen geändert

Zlob ist besonders gefährlich, da er sich unter anderem Router als bevorzugtes Angriffsziel ausgesucht hat. Der US-Journalist Brian Krebs, erläutert in seinem von der "Washington Post" betriebenen Security-Blog das Vorgehen des Trojaners. Verbreitet ist der Schädling, der auch als DNSChanger bekannt ist, insbesondere auf Webseiten mit pornographischen Inhalten.

Er tarnt sich dort als Video-Codec, dessen Installation angeblich zur Darstellung des gewünschten Videos notwendig ist. Der Rechner ist bereits infiziert, wenn das Codec-Installationsmenü erscheint. Der Trojaner versucht, mit Hilfe einer in seinem Code enthaltenen Liste mit Standardpasswörtern vieler Routerhersteller, das Passwort des Routers zu knacken. Zu Hilfe kommt Zlob dabei, dass viele Computernutzer die Werkseinstellungen der Router beibehalten und kein eigenes Passwort vergeben haben. Hat der Trojaner Erfolg, so läuft der gesamte Internetverkehr der an den Router angeschlossenen Rechner künftig über die Server der Cyberkriminellen. Dabei sind dann alle Computerbetriebssysteme betroffen, egal ob Windows, Mac OS X oder Linux.

Zlob-Trojaner weit verbreitet

Bedenklich stimmt Sicherheitsexperten die Tatsache, dass Trojaner aus der Zlob-Familie weite Verbreitung im Internet gefunden haben. Laut Microsoft wurden in der zweiten Hälfte 2007 rund 14,3 Millionen Funde von Zlob-Schadcode auf Windows-Rechnern gezählt. Da die Download-Dateien des Trojaners häufig geändert werden, sind nur die wenigsten Virenschutzprogramme in der Lage Zlob aufzuspüren. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand diese Art von Attacken startet", sagt Eric Sites, Chef-Techiker bei Sunbelt Software, einem Enwickler von Sicherheitssoftware.

Bereits im Januar 2008 tauchten erste Berichte von Angriffen auf private DSL-Router auf. In Mexiko hatte Schadcode erstmals erfolgreich die DNS-Einstellungen von Routern manipuliert.

Die einfachste Möglichkeit, um den Router wieder in einen gesicherten Zustand zu versetzen ist ein Rücksetzen auf die Werkseinstellungen. Danach sollte das Standardpasswort durch ein eigenes Passwort ersetzt werden.
Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Winuser mal wieder gekniffen (30 Beiträge)
    Zuletzt kommentiert von Stefan85 am 17.06.08 um 22:02 Uhr
Tradition (1 Beitrag)
    Zuletzt kommentiert von delarossa am 15.06.08 um 10:14 Uhr
DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluß bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unity Media, früher ish, liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
Internet TV
Mit DSL Speed per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur bei Kabel Deutschland, Unitymedia oder Kabel BW gibt es TV Programm.
Auch andere Internetanbieter haben gute Angebote.
© 1999-2010 onlinekosten.de GmbH :: Impressum :: Presse :: Jobs