Wer bequem auf der Couch im aktuellen Versandhauskatalog blättern möchte, greift vielleicht lieber zum gedruckten Exemplar als zum Notebook. Nutzer, die nebenbei noch Preise recherchieren möchten, setzen vermutlich stattdessen auf die Website und informieren sich online. Künftig könnte beides miteinander verschmelzen. Der US-Hersteller
Somatic Digital hat eine Plattform vorgestellt, die reguläre Printprodukte mit einem Zugang zum Internet anreichert und so den Medienbruch umgeht.
Mit Internet-Anbindung
Die so genannte eTouchBook-Plattform basiert auf einem Touch User Interface (TUI), mit dem der Nutzer die gedruckten Wörter oder Fotos anklicken kann, um digitale Zusatzinfos abzurufen. Als Ziel beschreibt der Hersteller die Möglichkeit, dass jede gedruckte Seite zu einem Touchscreen werden kann und so zur Fernbedienung für digitale Inhalte mutiert. Unter anderem sollen sich so Telefonnummern anwählen lassen, um
VoIP-Telefonate zu führen. Auch verlinkte E-Mail-Adressen, die direkt den Mail-Client öffnen oder Bilder, die zu Video-Streams führen, werden als Einsatzgebiete beschrieben. Verpackt ist das ganze in einer Kunststoff-Hülle – das Pendant zur gebundenen Ausgabe mit Karton –, die auch die zugehörige Elektronik beherbergt. Die Mikrocontroller und Sensoren stammen dabei vom Halbleiterhersteller Freescale.
Kataloge oder Zeitschriften mit Zusatz-Features
Anklickbare Drucksachen. Bild: Somatic Digital
Die Übertragung erfolgt anscheinend per Kabel – dies ist zumindest in einem der
Videos zu sehen. Als Zielgruppe nennt Somatic Digital verschiedene Herausgeber, auch aus dem Bildungsbereich. Mögliche Produkte seien Spielzeug, Kataloge, Werbeschriften oder Präsentationen. Wie diese letztendlich zu passablen Preisen zum Endkunden gelangen sollen und wie die Technik mit einem dickeren Wälzer aussehen würde, bleibt allerdings offen.