Samstag, 14.06.2008 14:08

Studie: Deutsche weiter im Download-Fieber

aus den Bereichen Breitband, Sonstiges
Unbeirrt von den Diskussionen über Kopierschutzsysteme und Bezahlmodelle nutzen die Deutschen weiterhin kräftig das Internet zum legalen Herunterladen von Musik, Hörbüchern, Videos, Spielen und Software. Zu diesem Ergebnis kommt der IT-Wirtschaftsverband Bitkom.

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Der Boom geht weiter

Demnach wurden im ersten Quartal 2008 deutschlandweit rund zwölf Millionen Downloads getätigt. Der Wert der digitalen Güter betrug satte 52 Millionen Euro – und hat damit um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Insgesamt konnte im vergangenen Jahr der Umsatz um 32 Prozent auf 173 Millionen Euro gesteigert werden. Der Bitkom erklärt sich den hohen Anstieg mit dem anhaltenden Siegeszug der Breitbandanschlüsse. "Der Markt profitiert auch davon, dass schnelle Internetzugänge zum Standard werden", erklärt Vizepräsident Achim Berg. "Damit gelingt das Herunterladen auch großer Dateien in wenigen Sekunden." Heute verfüge bereits jeder zweite Haushalt über eine schnelle Internetanbindung per Kupfer- oder Fernsehkabel. Der Verband rechnet damit, dass die Download-Statistik das Wachstum im gleichen Tempo fortsetzen wird. Nicht zuletzt, da die Waren auch immer günstiger werden. In den vergangenen zwei Jahren sank der Durchschnittspreis um 13 Prozent auf 4,13 Euro.

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Boom-Zeiten: Wachstumsraten von mehr als 30 Prozent bei Anzahl und Umsatz. Grafik: Bitkom


Silver-Surfer auf dem Vormarsch

Kaum überraschend bei dem Ergebnis: Die Nachfrage geht vor allem auf Männer zurück. Sie stehen derzeit für zwei Drittel aller legalen Downloads – 63 Prozent im ersten Quartal. Ähnlich deutlich ist das Bild bei der Altersstruktur. 41 Prozent der Kunden sind unter 30 Jahre alt. Dennoch sind Downloads kein reines Jugendphänomen mehr. Mehr als ein Viertel aller Käufer (29 Prozent) ist heute 40 Jahre und älter. Wachstum gibt es insbesondere in der Generation 50-Plus. Sie konnte ihren Anteil an allen Downloads auf 12 Prozent steigern. Vor einem Jahr waren es erst 8 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent in dieser Altersgruppe.
André Vatter
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