Kinder geben beim Chatten und Surfen im Internet oft allzu sorglos Name, Adresse und andere persönliche Informationen preis. Auch Kenntnisse über den Schutz vor Computerviren haben viele Kinder nicht, wie eine Umfrage für das am Mittwoch veröffentlichte LBS-Kinderbarometer ergab.
Demnach surfen drei von vier Kindern im Alter von neun bis 14 Jahren im Netz, zwei Drittel nutzen es zum Chatten. 55 Prozent geben bereitwillig Name und Adresse an, 45 Prozent auch andere persönliche Daten. Kaum oder gar nicht kennen sich 42 Prozent mit Computerviren aus.
Kein großes Verschuldungsrisiko
Die Gefahr, dass das Internet zur Schuldenfalle für Jüngere wird, besteht der Umfrage zufolge hingegen nicht: Regelmäßige Einkäufe im Netz machen nur sechs Prozent der Kinder, vor allem die älteren. Mehr als zwei Drittel kaufen nie etwas per Mausklick. Kindern mangele es an den üblichen Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte und Girokonto, erklärte LBS-Sprecher Bernd Pütz.
Für das LBS-Kinderbarometer befragte das ProKids-Institut in Herten 6.000 Kinder.
Hayo Lücke
/ afp