Wie
angekündigt hat Microsoft am Dienstagabend die Sicherheitsupdates für den Juni-Patchday zum Download freigegeben. Insgesamt sieben Software-Flicken wurden veröffentlicht, die jeweils drei als kritisch und wichtig eingestufte Schwachstellen in Microsoft.Programmen beheben sollen. Ein weiterer Patch wird schließt eine als moderat bewertete Sicherheitslücke.
Bluetooth-Lücke
Eine der kritisch eingeschätzten Schwachstellen betrifft die Bluetooth-Funktion von Windows XP und Windows Vista. Wird die Sicherheitslücke von einem Angreifer ausgenutzt, hat er die Möglichkeit, die Kontrolle über den entsprechenden Rechner zu übernehmen.
Gleiches gilt für eine Software-Leck in der DirectX-Funktion. Wird eine speziell programmierte Mediendatei geöffnet, besteht auch in diesem Fall das Risiko, die Kontrolle über den PC zu verlieren. Das trifft allerdings nicht zu, wenn auf dem PC Windows XP Professional mit installiertem Service Pack 2 oder Service Pack 3 installiert ist.
Auch der Internet Explorer ist nicht sicher
Wichtig ist der Juni-Patchday auch für all jene Internetsurfer, die den Internet Explorer für ihre Web-Ausflüge nutzen. Für den Webbrowser hat Microsoft einen kumulativen Patch zur Verfügung gestellt. Unter bestimmten Voraussetzungen sei es möglich, dass Hacker den PC über eine schadhaft programmierte Internetseite manipulieren. Auch in diesem Fall gilt: ein Update ist nicht notwendig, wenn Windows XP mit installiertem Service Pack 2 oder Service Pack 3 genutzt wird.
Die vier weiteren Sicherheitslücken betreffen verschiedene Bestandteile der Betriebssysteme Windows XP, Vista beziehungsweise Server 2003/2008. Im Laufe der nächsten Stunden wird Microsoft die Sicherheits-Updates über die Live-Update-Funktion ausliefern. Windows-Nutzer müssen die automatische Aktualisierung in ihren Sicherheitseinstellungen aktiviert haben, um von der Funktion profitieren zu können. Alternativ ist eine Aufspielung der Sicherheits-Updates über die
Windows-Update-Seite möglich.
Hayo Lücke