Nur wenige Stunden nach der offiziellen Vorstellung des neuen
UMTS-iPhones im Rahmen der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2008 in San Francisco hat der Telekommunikations-Anbieter
AT&T, iPhone-Exklusivpartner in den USA, eine Änderung seines Vertriebsmodells angekündigt.
Keine Aktivierung von zu Hause
Demnach kann das neue Apple-Handy nicht mehr wie bisher bequem von zu Hause über das Multimedia-Portal
iTunes aktiviert werden. Statt dessen müssen Käufer das neue Gerät gleich vor Ort beim Kauf freischalten lassen. Eine andere "offizielle" Möglichkeit zur Freischaltung der Geräte wird es nicht geben. Dieses neue Vorgehen sei Teil einer Vertriebsvereinbarung zwischen AT&T und dem Apple-Konzern, heißt es von Seiten des Mobilfunkanbieters.
Sanktionen drohen
Damit solle versucht werden, die Zahl der Kunden zu reduzieren, die das Gerät per
Unlock-Software hacken und dann ohne entsprechende Aktivierung auf dem freien Markt – beispielsweise über die Auktionsplattform
eBay – verkaufen. Über entsprechende Sanktionen für eine Nicht-Aktivierung innerhalb von 30 Tagen werde bereits nachgedacht, so ein AT&T-Sprecher.
Keine Umsatzbeteiligung für Apple
Ebenfalls neu an dem geänderten Vertriebsmodell ist auch, dass Apple auf die bisher geltende
Umsatzbeteiligung verzichtet und die Geräte dadurch von den Partner günstiger verkauft werden können. Laut Gene Munster, Analyst bei der US-Investmentbank Piper Jaffray, überweist beispielsweise der deutsche Mobilfunkanbieter T-Mobile für jeden iPhone-Kunden Monat für Monat 15 US-Dollar an Apple.
UMTS/HSDPA-Datenflat für 30 Dollar
Als einer der ersten UMTS-iPhone-Anbieter hat AT&T auch schon die ersten Informationen zu den neuen Tarifen veröffentlicht. Demnach soll das Acht-Gigabyte-iPhone 199 US-Dollar, die 16-Gigabyte-Variante 299 Dollar kosten. Diese Preise gelten allerdings nur für eine monatliche
UMTS/
HSDPA-Flatrate in Höhe von 30 Dollar – 20 Dollar mehr als die
EDGE-Datenflate beim ersten iPhone. Eine zusätzliche Telefonflat soll mit 40 Dollar zu Buche schlagen.