Wie das "Handelsblatt" in der Online-Ausgabe vom 6. Juni berichtet, hat die südkoreanische Wettbewerbsbehörde Intel zu einer Geldstrafe von 25 Millionen US-Dollar verurteilt. Grund dafür war wettbewerbswidriges Verhalten des Chipgiganten.
Rabatte für Verzicht auf AMD
Intel hatte zuvor einen fairen Wettbewerb behindert: Der Chiphersteller hat Rabatte auf seine Produkte gewährt, wenn die Computerhersteller ausschließlich Intel-Produkte in ihren Rechnern eingesetzt haben. Zu den bevorzugten PC-Bauern gehörte dem Bericht zufolge unter anderem Samsung. Auch in Deutschland versucht Intel mit unlauteren Mitteln die Konkurrenz auszuspielen, indem das Unternehmen mit der Media-Saturn-Holding einen
Exklusiv-Vertrag für Intel Produkte abschloss.
Das größte Problem ist sicherlich nicht die Höhe der Strafe, sondern die Signalwirkung, die von dem Urteil in Südkorea ausgeht: Auch in der EU und in den USA laufen derzeit Ermittlungen gegen Intel.
Marcel Petritz