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Der "Zuwachs und die Konsolidierung" der rechtsextremen Internetseiten seien derzeit charakteristisch für die Szene, sagte Projektleiter Glaser. Während die Neo-Nazi-Angebote früher ständig die Adressen gewechselt hätten, seien mittlerweile 85 Prozent konstant im Netz zu erreichen. Ein Grund sei, dass viele Betreiber ihre Inhalte gerade "unterhalb der Strafbarkeitsgrenze" präsentierten. jugendschutz.net wurde 1997 als gemeinsame Stelle der Bundesländer für den Jugendschutz im Internet gegründet. Das vierköpfige Team beobachtet seit 2000 den Rechtsextremismus im Internet und ergreift Maßnahmen zur Abschaltung der entsprechenden Seiten.
Charakteristisch sei für viele Szene-Websites inzwischen auch die Gestaltung im Web-2.0-Stil. Kurze Info-Texte, moderne optische Gestaltung, Videoclips zum Herunterladen und eine unkomplizierte Kontaktaufnahme gehörten hierzu. Zudem seien viele rechtsextreme Seiten nicht mehr auf den ersten Blick als solche zu erkennen, weil dort keine Nazi-Logos mehr verwendet würden. Stattdessen bedienten sich die Betreiber Symbolen aus anderen Jugendszenen wie etwa Graffiti.


