Große Ereignisse werfen ja bekanntlich ihre Schatten voraus. Nur wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung des neuen
UMTS-iPhones auf der "Worldwide Develeopers Conference" in San Francisco, wo
Apple-Chef Steve Jobs am 9. Juni um 19 Uhr deutscher Zeit den
Nachfolger des Kult-Handys persönlich vorstellen wird, gelangen trotz strengster Nachrichtensperre und Verschwiegenheitsklauseln bei allen Beteiligten immer mehr Details an die Öffentlichkeit.
Urlaubssperre für Mitarbeiter
Laut verschiedenen Medienberichten soll das iPhone 2.0 gleich zu Beginn in verschiedenen Versionen erhältlich sein. So soll es nicht nur Unterschiede bei den Speicherkapazitäten (acht GB, 16 GB und 32 GB) geben, sondern auch farblich soll sich einiges tun. Zudem soll das
Touchscreen-Handy in zwei verschiedenen Größen (2,8 und 3,2 Zoll) angeboten werden. Neben einer verbesserten Software, einer längeren Akku-Laufzeit und einem schnellen Internetzugang über
UMTS soll das Nachfolgermodell jetzt auch über ein
GPS-Modul zur Navigation verfügen.
Verkaufsstart steht kurz bevor
Über die Kosten ist bislang nur wenig bekannt. Branchenkenner rechnen jedoch mit einem Verkaufspreis ab 450 Euro. Stillschweigen gibt es zum Thema Verfügbarkeit. Während einschlägige Apple-Seiten davon ausgehen, dass
Steve Jobs mit der offiziellen Produktvorstellung als besondere Überraschung auch den gleichzeitigen Verkaufsstart ankündigen wird, rechnen wiederum Andere mit einem Zeitraum von Mitte bis Ende Juni. Entsprechende Anzeichen, wie Urlaubssperren für die Mitarbeiter und erhebliches Aufstocken von Personal während dieser Zeit in den amerikanischen Apple-Shops, gibt es bereits. Ähnliches hört man bereits von einigen
Mobilfunkanbietern, mit denen Apple einen Exklusiv-Vertriebsvertrag geschlossen hat.
Mit Hochspannung erwartet: die "Worldwide Develeopers Conference" in San Francisco. Foto: Apple
Produktion läuft seit Mai auf Hochtouren
Bereits Anfang Mai berichteten zahlreiche Wirtschaftszeitungen darüber, dass die
Produktion der neuen iPhone - unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des deutschen Chipherstellers Infineon - bereits im vollem Gange sei. Bestätigt wird dies auch durch einen entsprechende Bericht einer chinesischen Zeitung, wonach das Unternehmen Foxconn, Hersteller der ersten iPhone-Generation, Ende Mai bereits rund drei Millionen UMTS-iPhones produziert haben soll. Bis zum offiziellen Verkaufsstart sollen dann bereits 25 Millionen Geräte zur Verfügung stehen. Scheinbar habe Apple aus den anfänglichen
Lieferproblemen beim ersten iPhones-Modell gelernt und jetzt wesentlich mehr Geräte zum Produktstart produzieren lassen.
In Deutschland bleibt Telekom Exklusiv-Partner
Während Apple in einigen Ländern wie in Österreich und der Schweiz scheinbar überlegt, dem
exklusiven Vertriebskonzept seines Kult-Telefons den Rücken zu kehren, wird sich für deutsche iPhone-Fans wohl nichts ändern. "Wir haben gute Beziehungen zu Apple", betonte Hamid Akhavan, Vorstand Mobilfunk bei der
Deutschen Telekom, am Rande eines Technologiegipfels Ende Mai in Paris. Zumindest in Deutschland werde das iPhone exklusiv vertrieben – und sein Unternehmen gehe davon aus, dass es auch so bleiben werde. Bereits Anfang April hatte der Bonner Konzern damit begonnen, das Handy zum
Schleuderpreis von 99 Euro zu verkaufen.