Der Computerkonzern
Sun Microsystems will beim Einsatz von
Flash-Speichern anstelle von Festplatten in seinen Server-Systemen mit einem guten Beispiel vorangehen. Dies teilte das amerikanische Unternehmen jetzt mit. Mit seinem Vorstoß will Sun an den Mitbewerbern in der Branche vorbei ziehen, die in ihren Servern bis dato noch die konventionelle Festplatten-Technik einsetzen.
Schneller und sparsamer
Die Vorteile der neuen, modernen Flash-Speicher liegen auf der Hand. Im Vergleich zu herkömmlichen Server-Festplatten sind Flash-Speicher nicht nur rund dreimal so schnell, sondern stellen auch in puncto
Energieeffizienz die modernen Speicher in den Schatten. Laut Sun liegt der Stromverbrauch bei diesem Speicher bei nur rund 20 Prozent. Dieser Umstand ist nicht nur wegen der hohen Speicherkapazitäten wichtig, sondern auch durch die stetig wachsenden Energiekosten – gerade beim Betrieb größerer Server-Systeme.
Preise für Flash-Speicher sinken rapide
Allerdings liegen die Preise für Flash-Speicher derzeit noch deutlich über den Preisen für Festplatten mit vergleichbarer Kapazität. Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass die Preise in der Zukunft rapide sinken werden. Schon in der Vergangenheit war der durchschnittliche Preis pro Gigabyte jährlich um 50 bis 70 Prozent gefallen. Und Dank zahlreicher Computer- und Multimedia-Hersteller, die in ihren mobilen Geräten wie MP3-Player, Smartphones und Notebooks Flash-Speicher beziehungsweise
Solid-State-Drives (SSD) verwenden, werden die Preise aufgrund der höheren Nachfrage und steigender Herstellungszahlen weiterhin sinken.
Michael Friedrichs