Eine US-Aktionärsgruppe hat der Führung des Internetportals Yahoo vorgeworfen, bereits im Januar 2007 ein lukratives Angebot des Software-Riesen Microsoft zur Übernahme abgelehnt zu haben. Microsoft habe damals 40 Dollar pro Yahoo-Aktie geboten, heißt es in Dokumenten, die die Anwälte der klagenden Aktionäre auf der Internetseite der Kanzlei BLB&G veröffentlichten.
Aktienkurs fällt
Im Februar 2008 bot Microsoft dann nur noch 31 Dollar pro Aktie an, hob die Offerte dann aber auf 33 Dollar an. Auch dies wurde von Yahoo abgelehnt. Inzwischen ist die Aktie an der Börse nur noch etwa 26 Dollar wert.
Die Kläger werfen der Firmenleitung von Yahoo vor, das Angebot wegen "persönlicher Antipathie gegen Microsoft zum Schaden der Firma und ihrer Aktionäre" abgelehnt zu haben. Bei den Klägern handelt es sich um Pensionsfonds der Feuerwehrleute und Beamte der Stadt Detroit, die Anteile an Yahoo halten.
Hayo Lücke
/ afp