Anzeige:
Sonntag, 08.06.2008 10:19

Datenfischer überall - Internet als gläsernes Medium

aus dem Bereich Sonstiges
Die Telekom-Spitzelaffäre hat schlaglichtartig gezeigt, wie leicht sensible Bürgerdaten missbraucht werden können. In der vernetzten Informationsgesellschaft sind inzwischen unzählige Daten über jeden Verbraucher vorhanden, die - einmal zusammengeführt - den Bürger zum gläsernen Menschen machen könnten. Dazu zählen nicht nur die Verbindungsdaten von Telefonaten oder E-Mails. Auch beim Internet-Surfen bleiben verräterische Spuren zurück, ebenso beim Einkauf online oder beim Gebrauch von Kundenkarten. Daten in biometrischen Pässen, Bewegungsbilder auf Flughäfen und Bahnhöfen sowie Persönlichkeitsprofile im Web 2.0 runden das Bild ab.

Anzeige
Verbindungsdaten gespeichert

Nach dem Gesetz zur sogenannten Vorratsdatenspeicherung müssen Telekommunikationsunternehmen seit dem 1. Januar sechs Monate lang speichern, wer mit wem, wann und wie lange telefoniert hat. Ab 2009 gilt dies auch für E-Mails und Internetverbindungen. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der Standort des Benutzers festgehalten. Bewegungsprofile sind damit selbst dann möglich, wenn das Handy eingeschaltet, aber nicht benutzt wird. Einer einstweiligen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zufolge darf der Staat diese Daten vorerst aber nur zur Aufklärung schwerer Straftaten nutzen.

Mit Kundenkarten von Kaufhäusern und Tankstellen lassen inzwischen 56 Prozent der Bürger ihr Konsumverhalten freiwillig ausspähen. Gegen oft fragwürdige Rabattversprechen wird dann an der Supermarkt-Kasse erfasst, ob der Kunde lieber Bio-Lebensmittel als Konservenkost einkauft oder welche Kondome er benutzt. Datenschützer kritisieren, dass solche Kundendaten oft unerlaubt für Werbung und Marktforschung genutzt werden. Der Zeitschrift "Finanztest" zufolge sind nur bei rund der Hälfte der überprüften Karten die Datenschutzbestimmungen "akzeptabel".

Ausgeforscht werden aber auch die rund 52 Millionen Deutschen, die das Internet nutzen.
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 ivw-box späht schon seit Jahren aus (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Wisi am 10.06.2008 um 18:34 Uhr
 Suche

  News
Mittwoch, 29.07.2015
BSI warnt: Sicherheitslücken bedrohen 950 Millionen Android-Handys
LG Electronics mit starkem Gewinneinbruch - weniger Smartphones verkauft
Sky steigert Abonnentenzahlen auf 4,3 Millionen - Pay-TV wirft noch keinen Gewinn ab
WhatsApp Gold: Vorsicht vor Phishing-Attacke und Abofallen
Amazon schlägt mehrspurige Luft-Autobahn für Drohnen in den USA vor
Telefónica gewinnt mehr Mobilfunkkunden - Rückgang bei Festnetzanschlüssen
Microsoft hat mit Auslieferung von Windows 10 begonnen
Dienstag, 28.07.2015
Twitter überrascht mit starkem Umsatzplus - Aktienkurs legt trotz roter Zahlen zu
Vorratsdatenspeicherung: Internetverband eco hofft auf Einschreiten der EU-Kommission
Nach Sperre: Facebook gibt Seite von hessischem Abgeordneten wieder frei
Medion: Zwei neue Multimode-Notebooks mit Windows 10 ab 29. Juli erhältlich
ze.tt: Zeit-Verlag startet Online-Angebot für junge Leser
Acht Smartphones im Vergleich: Ersatz für eine Kompaktkamera?
OnePlus 2 vorgestellt: "Flaggschiff"-Killer ab August ab 339 Euro erhältlich
Twitter sperrt Tweets mit geklauten Witzen
Weitere News
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
VDSL
Auf der Suche nach dem wahren Highspeed Internet mit DSL Flat?
Mit ihrem VDSL - Internetzugang kommt die Telekom-Tochter T-Home auf bis zu 50 Mbit/s.
Fernsehen im Internet gibt's im Entertain-Paket dazu. Auch Fußball in HD-Qualität über LIGA total und Filme per Video on Demand sind kein Problem.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs