Im grünen Bereich ist derzeit der Feierlaune nicht zu entkommen: Erst übernahm
freenet den Mobilfunker debitel - auf den man schon lange ein Auge geworfen hatte - und konnte auf diese Weise United Internet in letzter Minute von einer
Übernahme abhalten. Erst vor zwei Tagen wurde eine weitere Hürde genommen, als das Bundeskartellamt seinen
Segen für den Zukauf erteilte. Jetzt geht der Freudentaumel noch einmal in die Verlängerung, da das Team rund um freenet-Chef Eckhard Spoerr heute glücklich verkünden konnte, dass die Verfügbarkeit des Angebots nun bei 98 Prozent aller deutschen Haushalte liegt. Damit können freenet-Kunden getrost auf einen Anschluss bei der Telekom verzichten.
"Moralischer DSL-Marktführer"
"Wir fühlen uns als der moralische DSL-Marktführer, denn schließlich sind wir im August 2006 angetreten, als erster Anbieter am Markt jedem deutschen Verbraucher einen leistungsfähigen Telefon- und DSL-Anschluss zu äußerst günstigen Konditionen zur Verfügung stellen zu können", freut sich Claas Voigt, Leiter Internet Access der freenet AG. "Heute ist Deutschland komplett grün, und wir haben unser Ziel erreicht." Seit dem Start von freenetKomplett habe man kontinuierlich an der Erschließung weiterer Anschlussgebiete gearbeitet.
Begrüßungsgeschenk für Neukunden
Zur Feier des Tages hat sich freenet ein Begrüßungsgeschenk für seine Neukunden ausgedacht: Jeder, der sich ab heute für eines der
freenetKomplett-Angebote entscheidet, erhält einen Start-Bonus in Höhe von 50 Euro, der über einen Zeitraum von zehn Monaten als Gutschrift im Kundenkonto angerechnet wird. Weiterhin gewährt freenet auch die Service-Garantie, bei der im Rahmen der Installation ein kostenloser Telefon-Support sowie – wenn nötig – die Gratishilfe eines Service-Technikers vor Ort geboten wird.
Pfeifen im Dunkeln?
So sehr die Freude berechtigt ist, so sehr hoffen Branchenbeobachter, dass es sich dabei nicht bloß um ein Pfeifen im Dunkeln handelt. Die freenet AG ist derzeit damit beschäftigt, sich neu am Markt zu positionieren: Nach dem Abbruch der Vertriebs-Partnerschaft mit der Media-Saturn Gruppe musste das Unternehmen im ersten Quartalsbericht des Jahres einen
Rückgang der Kundenzahl verzeichnen: rund 90.000 DSL-Nutzer kehrten freenet den Rücken. Nicht erst seit der Übernahme von debitel wird damit gerechnet, dass sich der Anbieter mittel- bis langfristig somit eher als neue Größe im Mobilfunkgeschäft etablieren will.