Sonntag, 01.06.2008 08:01

FON baut WLAN-Netz in Russland auf

aus dem Bereich Breitband
Russland ist ein weites, riesiges Land. Breitbandangebote finden sich bisher vor allem in den großen Metropolen wie Moskau oder Sankt Petersburg. Die Wirtschaft in Russland wächst, Russen reisen zunehmend um die Welt. Damit diese auch weltweit günstig mobil aufs Internet zugreifen können, hat der russische Telekommunikationsanbieter Comstar ein strategisches Abkommen mit der WLAN-Community FON Wireless Ltd. abgeschlossen.

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Russlandweites WLAN-Netz

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen in Russland ein landesweites Netz mit WLAN-Hotspots aufbauen. Comstar will zusammen mit Fon zunächst mit dem Aufbau von WLAN-Hotspots in der Region Moskau starten. Dazu sollen die Comstar Breitband-Kunden in der russischen Hauptstadt mit dem FON-WLAN-Router von FON versorgt werden. Laut Projektplan ist zunächst die Errichtung von etwa 30.000 Hotspots geplant, ehe das WLAN-Netz in weitere Regionen expandieren wird.

FON bietet mit weltweit rund 230.000 Hotspots und etwa 850.000 Mitgliedern bereits heute eine beeindruckende Infrastruktur. Das Ziel ist das weltweit größte WiFi-Netz zu errichten. Bereits im Herbst 2007 konnte FON einen großen Coup landen und gab Kooperationen mit der British Telecom und der französischen Neuf Cegetel bekannt. "FON ist ein einzigartiges Netzwerk und es wird in vielen Ländern immer populärer. Wir sind an der Kooperation mit Comstar sehr interessiert. Diese Unternehmung ist sehr aktiv im Internetgeschäft und gemessen an der Kundenzahl, Marktführer in Moskau", erläutert der FON-Gründer Martin Varsavsky das Abkommen mit Comstar.

Jeder Breitbandnutzer kann FON-Mitglied werden

Die Idee hinter FON ist die Errichtung einer Hotspot-Community von privaten Nutzern, die sich per speziellem WLAN-Router, La Fonera genannt, die Bandbreite des schnellen Internetzugangs teilen. Jedes Mitglied kann sich weltweit mit den eigenen Zugangsdaten kostenlos in die FON-Hotspots einloggen und im Internet surfen. FON-Nutzer können per spezieller Software selber bestimmen, wieviel Bandbreite sie zur öffentlichen Nutzung abgeben wollen. Die Sicherheit soll eine Firewall gewährleisten, die das private Netz und das für die FON-Mitglieder freigegebene Netz voneinander trennt. FON-Mitglieder, die ihren Breitbandzugang nicht mit anderen Mitgliedern teilen wollen, können die FON-Hotspots gegen Zahlung einer geringen Gebühr nutzen.

Jörg Schamberg
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