Der taiwanische Hersteller VIA hat nun seine Prozessorfamilie namens "Nano" vorgestellt, die auf der x86-Architektur basiert und bislang unter dem Codenamen "Isaiah" bekannt war. Insgesamt sind fünf verschiedene Prozessoren erhältlich, zwei L-Varianten und drei stromsparende U-Modelle, die wie Intels
Atom in kompakten Geräten Platz finden sollen.
Vierfache Leistung des C7
Im Vergleich zum Vorgänger – den VIA C7-Prozessoren, die derzeit in einigen Mini-Notebooks wie dem
EasyNote XS eingebaut sind – sollen die Nano-Modelle bis zu vier Mal mehr Leistung bringen – bei ähnlichem Stromverbrauch. Der 64-bit-Prozessor wird in einem von Fujitsu entwickelten Verfahren im 65-Nanometer-Prozess gefertigt und in zwei verschiedenen Modellreihen ausgeliefert. Die Typen L2100 und L2200 mit 1,8 und 1,6 Gigahertz (GHz) Taktfrequenz sollen bei Mainstream-Desktops und mobilen Rechnern eingesetzt werden. Die Leistungsaufnahme liegt bei 25 beziehungsweise 17 Watt. Sparsamer sind die U-Modelle, die demnach für besonders kompakte Computer und Mini-Notebooks gedacht sind.
Erste Nano-Rechner im dritten Quartal
Der Nano mit 800-MHz-FSB. Bild: VIA
VIA bietet hier den U2300 mit 1,0 GHz und einem Stromverbrauch von fünf Watt an. Darüber hinaus wurden der U2500 und der U2400 mit 1,2 und 1,3 GHz angekündigt, mit einer Leistungsaufnahme von 6,8 beziehungsweise acht Watt. Die Nano-Prozessoren sollen ab sofort für die Hersteller von Computersystemen erhältlich sein. Mit ersten Notebooks und Desktops mit Nano-CPU rechnet VIA im dritten Quartal, Preise nannte das Unternehmen nicht.