Der wöchentliche Großeinkauf im Supermarkt ist für Viele eher notwendiges Übel als entspannte Shopping-Tour. Vor allem die langen Warteschlangen an den Kassen treiben den Stressfaktor in die Höhe. Auf Kunden des real-Marktes im nordrhein-westfälischen Tönisvorst trifft dies nun nicht mehr zu. Die Metro Group hat dort am Mittwoch den Future Store – den Einkaufsmarkt der Zukunft – eröffnet.
Produkte selbst scannen
Verschiedene moderne Technologien und Konzepte sollen den Kunden mehr Komfort und ein umfassendes Einkaufserlebnis bieten. Als eine der wichtigsten Neuheiten im Future Store gilt der Mobile Einkaufsassistent (MEA). Hierbei handelt es sich um eine Software für
Mobiltelefone, mit der die Kundschaft während des Einkaufs die gewünschten Produkte selbst einscannen kann. Das nervige Aus- und wieder Einpacken der Waren an der Kasse entfällt und die Wartezeiten werden auf ein Minimum reduziert. Der MEA wurde gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt. Konzernchef René Obermann war entsprechend bei der Eröffnung des Stores dabei. Mit dem MEA lassen sich darüber hinaus auch Produkte im Markt auffinden oder Produktinformationen und Preise abrufen sowie der Gesamtwert des Einkaufs ermitteln.
Einkaufen mit dem MEA.
Bild: Metro Group
Roboter helfen den Kunden
Damit sich auch der Kunde auch wirklich wie in der Zukunft fühlt, sind zwei Roboter im Markt anwesend, die die Kunden ansprechen und ihnen die Neuerungen zeigen – Anweisung können per Touchscreen erteilt werden. Auch der Zahlvorgang hat sich geändert: An der Kasse begleichen die Kunden nun per Fingerabdruck ihre Rechnung, Unterschriften oder die PIN-Eingabe sind nicht mehr nötig. Vorher muss sich der Kunde allerdings für das payeasy Zahlverfahren bei easycash registrieren, dort seine Kontoverbindung angeben und das Muster seines Fingerabdrucks scannen lassen. Wer dies alles nicht möchte, kann natürlich auch ganz normal die Produkte in den Wagen legen, zur Kasse gehen und in bar oder per Karte bezahlen.
Einer der Innovationslotsen (li) und die Zahlung per Fingerabdruck (re). Bilder: Metro Group
Saskia Brintrup