Im Online-Filmgeschäft beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Download-to-own-Plattform in2movies ist die erste, die in diesen Tagen die Segel streicht. Darüber unterrichteten die Betreiber per E-Mail die Kunden am Mittwochnachmittag. Am 11. Juni wird der Dienst endgültig eingestellt.
Hoffnung nicht erfüllt
In2movies hatte als Joint-Venture zwischen Warner Bros. Entertainment und der Bertelsmann-Tochter Arvato im Sommer 2006 seinen Dienst aufgenommen; zu einem Zeitpunkt, an dem man noch auf die "
Goldgrube Breitband" hoffte. Kunden konnten über das Portal Spielfilme und Serien kaufen und als DRM-geschützte Filmdateien herunterladen. Alternativ dazu gab es ein Mietangebot, bei dem Titel für 24 Stunden verfügbar waren.
Eindimensionales Filmangebot
Einen Grund für die Stilllegung von in2movies wird offiziell nicht genannt. Auf Anfrage von onlinekosten.de teilte jedoch ein Sprecher des Unternehmens mit, dass der Dienst "unter aktuellen wirtschaftlichen Aspekten nicht weiter fortzuführen gewesen" sei. Über aktuelle Kundenzahlen wollte man sich nicht äußern. In der Vergangenheit hatte in2movies immer wieder mit
Performance-Problemen zu kämpfen. Auch die Eindimensionalität des Angebots wurde häufig kritisiert: Aufgrund der Kooperation fanden ausschließlich Warner-Titel Eingang in die Online-Videothek.
Zwei Jahre am Markt durchgehalten: in2movies.
Screenshot: onlinekosten.de
Warner Bros., verantwortlich für die Lizenzierung der Inhalte, war zur Zeit der Veröffentlichung für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Interessant wäre vor allem die Frage, ob und auf welche Weise Kunden, die zuvor Nutzungsrechte erworben haben, nach Einstellung des Dienstes entschädigt werden.