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Mittwoch, den 28.05.2008 11:34

Lücke im Flash Player kann Trojaner einschleusen

aus dem Bereich Computer
Das Internet ohne Videos und Animationen ist mittlerweile fast undenkbar. Auf immer mehr Webseiten springen den Internetsurfern bewegte Bilder entgegen. Zur Darstellung wird häufig der weit verbreitete Flash Player von Adobe genutzt. Doch derzeit ist ein wenig Vorsicht angebracht . Der Sicherheitssoftwareanbieter Symantec warnt aktuell vor einer kritischen Sicherheitslücke in der Software.

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Chinesische Server nutzen Lücke

Die Experten bei Symantec haben auf mehreren chinesischen Webseiten Exploits gefunden, die beim Aufruf der Seiten und dem Abspielen von swf-Dateien Trojaner auf den Rechnern der Internetsurfer einschleusen können. Symantec hat unter anderem die Seiten von wuqing17173.cn, woai117.cn und dota11.cn aufgespürt, die den Schadcode bereitstellen. Weltweit seien bereits über 20.000 gehackte Webseiten gefunden worden, die per Script zu den chinesischen Servern verlinken. Laut Symantec gebe es allerdings auch andere Berichte, die von über 250.000 betroffenen Webseiten berichten. Auch ein weiterer Server, der die Trojaner verteilt, wurde inzwischen unter der Domain play0nlnie.com entdeckt.

Adobe arbeitet an Lösung

Adobe wurde von Symantec auf die Problematik aufmerksam gemacht und arbeitet derzeit nach eigenen Angaben an der Untersuchung der Gefahren, die von den Webseiten bei Nutzung von Flash ausgehen. Sobald Adobe alle Informationen gesammelt hat, wird der Flash-Hersteller nach eigenen Angaben ein Update für die Sicherheitslücke liefern. Die jetzt gefundene Bedrohung habe Ähnlichkeit mit einer bereits bekannten und schon per Sicherheitsupdate gefixten Lücke.

Bis zur Bereitstellung eines Updates können sich Nutzer des Adobe Flash Player mit einigen Sicherheitsmaßnahmen selbst behelfen. Die Domains der aufgeführten, chinesischen Webseiten können etwa in der Firewall des Rechners eingetragen und für einen Zugriff blockiert werden. Für den Browser Firefox existieren zudem Add-Ons wie Flashblock und NoScript, die Flash-Objekte erst nach Zustimmung des Nutzers laden. Internetnutzer, die per Internet Explorer im Netz surfen, bleibt als effektivste Sicherheitsmaßnahme vorerst nur die Deinstallation des Flash Player.
Jörg Schamberg
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