Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, sowie der Ex-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Zumwinkel sind nach einem Bericht des "Handelsblatt" offenbar tiefer in die
Spitzelaffäre des Konzerns verstrickt als bislang bekannt.
Anweisungen aus der Spitze
Ein Mitarbeiter der Abteilung Konzernsicherheit habe vor drei Jahren den Auftrag bekommen, herauszufinden, wie interne Unterlagen an die Presse gelangten, sagte der frühere Personalvorstand der Deutschen Telekom und Ex-Leiter der Abteilung für Konzernsicherheit, Heinz Klinkhammer, der Zeitung (Mittwochsausgabe). "Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden", sagte Klinkhammer.
Der Mitarbeiter habe ihm versichert, "dass Ricke und Zumwinkel ihm in der Angelegenheit einen Maulkorb erteilt haben", sagte Klinkhammer. "Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen."