Im März konnte der Internetkonzern
United Internet, Muttergesellschaft von
1&1, bereits mit schwarzen Zahlen
glänzen. Auf der diesjährigen Hauptversammlung in Frankfurt konnte das Unternehmen aus Montabaur weitere positive Aussichten bieten.
20 Prozent Wachstum
Vorstandschef Ralph Dommermuth und Finanzvorstand Norbert Lang kündigten nach einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa eine dreifache 20-Prozent-Formel an. Sowohl der Umsatz, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als auch der Gewinn je Aktie würden im Geschäftsjahr 2008 voraussichtlich um je 20 Prozent steigen.
Sehr gut unterwegs
Dommermuth zeigte sich optimistisch für den weiteren Geschäftsverlauf seines Unternehmens. Der Internetkonzern sei "sehr gut unterwegs". Dennoch würde der DSL-Boom nicht ewig anhalten. Nach Bekanntgabe der positiven Einschätzungen stieg der Kurz der United Internet Aktien um rund 4,5 Prozent. Die Montabaurer wollen weiter aktiv an der Konsolidierung der Branche arbeiten. Seit längerem gibt es schon Spekulationen über einen großen
DSL-Verbund von mehreren Internet-Providern.
Die Führung von United Internet bestätigte in Frankfurt, dass sie weiterhin Interesse an einer Übernahme von
Versatel und dem DSL-Geschäft von
freenet habe. Erste Schritte in diese Richtung hatte United Internet bereits schon vor längerem durch den Erwerb von Aktienanteilen dieser Unternehmen gemacht. Rund 25 Prozent der Versatel-Aktien und über 26 Prozent der freenet-Anteile finden sich im Besitz von United Internet. Trotz der jüngsten Rückschläge wie der
debitel-Übernahme durch freenet, scheint Dommermuth diese Unternehmen weiter im Fokus seiner Strategie zu sehen. Doch er denkt auch längerfristig. Selbst
Alice könnte laut Dommermuth "irgendwann mal" ein interessanter Übernahmekandidat sein.