An der Spitze von HanseNet, einem der größten deutschen Telekommunikationsunternehmen, tut sich etwas. Nach fast fünf Jahren als Unternehmenschef gibt Harald Rösch den Posten als Geschäftsführer an Carlos Lambarri ab. Unter Rösch, der künftig als Vorsitzender des Aufsichtsrats agieren soll, entwickelte sich HanseNet von einem Stadtnetzbetreiber, der seine Dienste nur in Hamburg anbot, zu einem bundesweit agierenden Breitband-Anbieter.
Nachfolger mit internationaler Erfahrung
Röschs Nachfolger ist nicht nur zwölf Jahre älter, sondern bringt auch reichlich internationale Erfahrung mit in die Konzernzentrale nach Hamburg. Lambarri war Geschäftsführer verschiedener Unternehmen in der Telekommunikations-Branche. Im Jahr 1997 startete er zum Beispiel mit Euskaltel den zweitgrößten Telekommunikationsanbieter im Baskenland und positionierte das Unternehmen dort als erfolgreichen Quadruple-Play-Anbieter. Das heißt, es wurden Festnetz-Telefonie, Mobilfunk, DSL und TV-Angebote aus einer Hand angeboten. Ein Konzept, das auch HanseNet über die eigene DSL-Marke
Alice verfolgt.
Der neue Chef: Carlos Lambarri.
Bild: HanseNet
Seit 2001 arbeitet Lambarri für die HanseNet-Mutter Telecom Italia und wurde 2006 Geschäftsführer von Telecom Italia France, die inzwischen fast eine Million Breitbandkunden vorweisen kann. In der italienischen Konzernzentrale hofft man, dass Lambarri von seiner internationalen Erfahrung profitieren kann.
Hayo Lücke