In Nordrhein-Westfalen und Hessen können sich immer mehr Menschen für Internet und Telefonie über das Fernsehkabel begeistern: Laut dem jüngsten Quartalsbericht des lokalen Kabelnetzbetreibers
Unitymedia konnte der
Triple-Play-Kundenstamm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 71 Prozent zulegen. Am 31. März zählte das Unternehmen 1,1 Millionen Abonnenten, die nicht über über das Kabel-Netz fernsehen, sondern auch im Internet surfen und telefonieren.
Digital-TV legt zu
Die Zahl der Telefon-Kunden konnte binnen eines Jahres von 79.000 auf 222.000 zulegen, Breitband-Internet wurde an insgesamt 244.000 Unitymedia-Anschlüssen geschaltet. Ende März 2007 waren es nur 103.000. Auch die Zahl der Pay-TV-Kunden stieg um knapp 21 Prozent auf 485.000. Insgesamt verlor Unitymedia allerdings Anschlüsse: Während die Zahl der Digitalanschlüsse zwischen März 2007 und März 2008 von 492.000 auf 925.000 zulegte, ging die Zahl der Analoganschlüsse von 4,40 auf 3,80 Millionen herunter. Insgesamt waren demnach Ende des ersten Quartals dieses Jahres 4,73 Millionen Kabelanschlüsse geschaltet. Vor einem Jahr waren es noch knapp 4,89 Millionen.
Umsatz und Ergebnis im Plus
Der Gesamtumsatz kletterte von 181 Millionen im vergangenen Jahr auf 200 Millionen Euro zwischen Januar und März 2008. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) konnte mit einem Plus von 15 Prozent ebenfalls zulegen und liegt nun bei 95 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn in Höhe von 44 Millionen Euro.
arena verliert Kunden
Positive Nachrichten gibt es auch von arenaSAT. Die Satellitenplattform machte im ersten Quartal einen Umsatz von 98,5 Millionen Euro. Allerdings wurden allein 27,2 Millionen Euro von Premiere für die
Bundesliga-Sublizenz gezahlt. Die Kundenzahl von arenaSAT ging binnen eines Jahres von 353.000 auf 335.000 zurück und wird aufgrund auslaufender Verträge im laufenden Quartal wohl noch weiter fallen.
André Vatter und Hayo Lücke