Der Telematik-Anbieter ATX und der Automobilverband "Connected Vehicle Trade Association" (CVTA) haben jetzt gemeinsam eine internationale Initiative gestartet, um zu klären, wie
Internetinhalte in Fahrzeugen sicher zugänglich gemacht werden können.
Eigene Auto-Domain
"Internetinhalte halten zunehmend Einzug in die Fahrzeugumgebung", betont Verbandspräsident Scott McCormick. Deshalb sei es wichtig, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Dabei soll aber nicht nur die Aufbereitung von Webinhalten für ein sicheres Betrachten im Auto, sondern auch die Sicherheit des Autos selbst diskutiert werden. Ein weiterer Vorschlag des Telematik-Anbieters ist das Etablieren einer eigenen ".car"-Domain für Webseiten, die speziell darauf ausgelegt sind, Sicherheits- und Konsumentenanforderungen für mobile Internetinhalte im Auto zu erfüllen. "Dies ist erforderlich, da Internet-Browsing vom Auto aus eine einzigartige Umgebung mit ganz spezifischen Eigenheiten ist", erklärt ATX-Chef Steve Millstein. Ebenfalls wichtig: eine
Firewall muss die Fahrzeugsysteme vor den online bezogenen Inhalten schützen.
Internet im Auto gewinnt immer mehr an Bedeutung
Für die Automobilindustrie gewinnt das Thema Internet im Auto immer mehr an Bedeutung. So hat der Münchner Autobauer
BMW auf der Computermesse
CeBIT im März bereits ein entsprechendes System vorgestellt. Auch Chrysler will das Thema in seinen Fahrzeugmodellen voranbringen. Nicht ganz so euphorisch - eher mit Vorsicht - sieht der Deutsche Verkehrsgerichtstag den neuen Trend. Denn wie alle Formen der Unterhaltungselektronik könnte das mobile Internet im Auto den Fahrer ablenken und sei daher eher aus den Fahrzeugen zu verbannen.
Michael Friedrichs