Anzeige:
Dienstag, 20.05.2008 17:46

Greenpeace: Giftige Chemikalien in Spielkonsolen

aus dem Bereich Computer
Die Hersteller von Spielkonsolen meldeten im ersten Halbjahr 2008 bereits gute Verkaufszahlen. Microsoft hat die Xbox 360 in den USA bereits mehr als zehn Millionen Mal verkauft, der japanische Hersteller Nintendo konnte für 2007 sogar den Verkauf von 18,6 Millionen Wii-Konsolen verzeichnen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die beliebtesten Konsolen genauer unter die Lupe genommen und einem Umweltverträglichkeitstest unterzogen.

Anzeige
Gift in Spielekonsolen

Herausgekommen ist bei diesem Test Bedenkliches. Im Report "Playing Dirty" hat Greenpeace die Ergebnisse zusammengefasst. Bei den Spielekonsolen der drei großen Hersteller Nintendo, Microsoft und Sony fanden sich verschiedene gefährliche Chemikalien wie PVC, Weichmacher oder bromierte Flammschutzmittel. Bei der Xbox 360 und der PlayStation 3 wurde der Plastik-Weichmacher DEHP festgestellt, der in Kinderspielzeug verboten ist. Die von Greenpeace gefundenen Chemikalien sind unter anderem fortpflanzungsschädigend, schaden Leber und Niere und finden sich in zunehmenden Mengen zum Beispiel in der Muttermilch wieder. "Durch Abrieb oder Ausdünsten gefährden sie unsere Gesundheit und werden auch beim Recycling zum Problem", so Ulrike Kallee, Chemieexpertin von Greenpeace.

Erste gute Ansätze, doch Gefahr durch Elektroschrott

Doch das Wissen zur Herstellung von "grünen" Spielekonsolen ist bei den Unternehmen durchaus vorhanden und werde teils auch umgesetzt. "Die Hersteller haben für unterschiedliche Bauteile wie Platinen oder Gehäuse giftige Substanzen durch ungefährliche Alternativen ersetzt", so Kallee. Die Nintendo Wii kommt beispielsweise ohne den Gebrauch von Beryllium an den elektronischen Kontakten aus. Der Einsatz von PVC wurde begrenzt.

Greenpeace warnt durch den Boom bei den Spielkonsolen auch vor dem Anwachsen von Elektroschrott. In Europa würden bis zu 75 Prozent davon nicht recycelt, in den USA sogar 80 Prozent. Ein Teil davon würde sich oft auf illegalen Wegen auf afrikanischen Müllkippen wiederfinden. In Asien würden die Geräte teils per Hand auseinandergenommen. Greenpeace fordert daher von den Herstellern die alten Geräte wieder zurückzunehmen.

Zur CeBIT im März hatte Greenpeace bereits Hardware wie Computer und Handys getestet. Bei manchen Anbietern hatten sich dabei vielversprechende Ansätze gezeigt.
Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Greenpeace nervt! (5 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Andre St. am 20.05.2008 um 20:17 Uhr
 Suche

  News
Dienstag, 27.01.2015
Vectoring: Die Technik hinter den schnellen VDSL2-Anschlüssen
Twitter: Mehr Austausch zwischen Nutzern - Videos direkt hochladen
Unitymedia KabelBW sichert sich Versorgung von über 60.000 Haushalten in Hessen
BITKOM: Frequenzauktion macht Weg frei für LTE-Advanced mit 1 Gbit/s
Selfie mit dem Leben bezahlt: Drei indische Studenten von Zug überrollt
Vodafone-Chef: "Bei der Netzqualität haben wir deutlich aufgeholt"
Android vor der Aufspaltung - Cyanogen will sich von Google komplett lösen
Gewinnrückgang bei Microsoft: Umsatz mit Windows sinkt
Facebook und Instagram für 45 Minuten ausgefallen
Bundesnetzagentur stellt Weichen für Frequenzauktion
Montag, 26.01.2015
Vectoring: Der lange Weg zur Einführung von VDSL 100 in Deutschland
Medion Lifetab S8311 mit UMTS-Modul für 199 Euro
Brandenburg stoppt Einsatz von Google Analytics auf kommunalen Webseiten
China verschärft Zensur: Hintertür-Internet per VPN-Tunnel gesperrt
O2 schaltet LTE für alle "o2 Blue"-Bestandskunden kostenlos frei
Weitere News
Root Server
Mit einem Root Server haben Sie vollen Zugriff und richten ihren Dedicated Server komplett selbst ein.
Einfach einen Apache Server oder einen Webserver mit Windows Server 2003 erstellen - sie haben freie Hand.
Auch vServer sind kein Problem. Mit Plesk oder Confixx ist die Konfiguration schnell erledigt.
Hoster
Mit dem eigenen Clan auf der Suche nach einem Gameserver mit integriertem Teamspeak für mehr Spielspaß?
Oder brauchen Sie etwa einen vServer mit Unterstützung für POP3, IMAP und SMTP um ihre E-Mails zu verwalten?
Auch wenn nur Webspace für eine eigene Homepage oder die Internetseite des Vereins gesucht wird: Der richtige Hoster bietet alles.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs