Montag, 19.05.2008 18:44

19-jähriger Datendieb von der Polizei geschnappt

aus dem Bereich Sonstiges
Internet-Gauner werden immer gerissener – und immer jünger. Jetzt ging der Polizei ein 19-jähriger Schweriner ins Netz, der tausende von gestohlenen Zugangsdaten in einem eigens dafür eingerichteten Online-Shop verkaufte.

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Passwort: Eines für alle

In der Vernehmung sagte der Teenager aus, dass er zunächst diverse Internetforen auf Schwachstellen hin überprüft habe. Sobald er eine Sicherheitslücke fand, las es die dort von den Mitgliedern gespeicherten Zugangsdaten aus. Mit einer nicht näher bezeichneten Software habe er diese dann auf ihre Tauglichkeit bei anderen Netzangeboten hin getestet: Nicht selten melden sich Internetnutzer bei verschiedenen Websites immer wieder mit derselben Kennung und demselben Passwort an. So sei er auch bei einem Bezahldienst fündig geworden.

Folgenschwerer Datenklau

Der Betrug flog auf, als Mitarbeiter des Online-Bankhauses auf ein Hackerforum aufmerksam wurden, in dem der junge Betrüger Zugangsdaten der Kunden zum Verkauf anbot. Aus Testzwecken bestellten sie 4.000 Account-Daten, um sie auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Es stellte sich heraus, dass 3.622 der von dem Unbekannten gelieferten Daten tatsächlich existent und echt waren. Erst dann wurde die Polizei informiert und Strafanzeige erstattet. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Schwerin wurden bei dem schon wegen Betruges bereits mehrfach in Erscheinung getretenen Tatverdächtigen gleich mehrere Computer gefunden und sichergestellt. Wie die Polizei mitteilt, dauern die Ermittlungen noch an. Sowohl der 19-Jährige als auch jeder Käufer, der in der Vergangenheit bei dem illegalen Angebot zugeschlagen hat, wird sich wegen Verdacht des Computerbetruges zu verantworten haben.

Eigenes Passwort für Bezahlsysteme

Die Tipps der Polizei zum Thema Datensicherheit sind nicht neu, scheinen aber leider bis heute nur wenig beherzigt zu werden: Internetnutzer sollten die Zugandsaten für Bezahlsysteme mit Bedacht wählen und ein Passwort verwenden, das sich aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen zusammensetzt. In jedem Fall sollte es sich von den Kennwörtern unterscheiden, die für andere Online-Angebote wie Portale und Foren benutzt werden.
André Vatter
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 "Ich mache das, weil ich das kann" (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von jetson224 am 26.05.2008 um 13:31 Uhr
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