Sonntag, 15.06.2008 10:01

Pleo im Test: Ein Dino auf Redaktionsbesuch

aus dem Bereich Computer
Von Jörg Schamberg
In grauer Vorzeit zogen riesige Kreaturen über den Planeten Erde. Monumentale Pflanzen- und Fleischfresser bevölkerten die Kontinente. Nach der letzten Eiszeit verschwanden alle Dinosaurier. Alle? Ein Mini-Dinosaurier hat sich in die Redaktion von onlinekosten.de verirrt und war einige Wochen zu Gast in den Redaktionsräumen. In dieser Zeit konnten wir Pleo, einen kleinen Roboter, der einem nur eine Woche alten Langhalssaurier namens Camarasaurus nachempfunden worden ist, ausgiebig beobachten und testen.

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"Oh, ist der süß"

Der Hersteller Ugobe, angesiedelt in Kalifornien, liefert den Dino-Roboter in einem großen Karton aus. Im Laufe der Zeit soll Pleo beginnen, zu lernen, seine Gefühle auszudrücken und auf seine Umwelt zu reagieren. Zum Lieferumfang gehört neben dem kleinen Roboter selbst noch ein Akku, ein Ladegerät, ein AC-Adapter, eine Bedienungsanleitung, ein Blatt aus Kunststoff zum Trainieren des Dino sowie eine Pleo ID.

Pleo ist in grün-braunen Farben gehalten, seine "Haut" besteht aus einem speziellen, flexiblen Gummi, das die schuppige, derbe Haut eines Dinosauriers imitieren soll. Im Test zeigte sich jedoch, dass die grüne Farbe nicht sehr beständig ist und sich bei zu vielen "Streicheleinheiten" ablösen kann. Trotzdem kommt er insbesondere bei Kindern gut an. "So einen möchte ich auch haben", war häufiger zu hören, wenn der Dinosaurier einen Ausflug außerhalb der Redaktion antrat.

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Pleo kommt mit einigem Zubehör. Eine Farbkamera und Infrarot-Messer sind integriert.
Zum Vergrößern anklicken. Bilder: onlinekosten.de


Schwacher Akku

Zum Zeitpunkt der Auslieferung, vor seiner "Geburt", hat Pleo die Augen geschlossen. Ein Blick auf die Schnellanleitung genügt, um Pleo in Betrieb zu nehmen. Auf der Bauchunterseite verfügt der Roboter-Dino über einen Schacht zur Aufnahme des mitgelieferten Ni-MH Akku-Blocks mit einer Leistung von 2200mAh. Doch bevor Pleo zum Leben erweckt werden kann, verlangt der Akku zunächst nach einer ersten Energiezufuhr. Der Hersteller empfiehlt eine Aufladezeit zwischen drei bis fünf Stunden. Im Test leuchtete das Ladegerät bereits nach knapp drei Stunden grün und zeigte damit die Einsatzbereitschaft des Akkus an. Bei einem der späteren Ladevorgänge wurde der Akku einmal zu heiß, was zu einer kurzen Ladeunterbrechung führte.

Großer Nachteil: nach gerade einmal rund 100 Minuten Spielzeit mit Pleo gab der Akku bereits wieder den Geist auf und musste erneut aufgeladen werden. Ein Unternehmenssprecher bestätigte auf Nachfrage von onlinekosten.de diesen Schwachpunkt. Bis zum Ende des Jahres soll Pleo jedoch mit leistungsstärkeren Akkus ausgestattet werden.


Pleo summt ein Weihnachtslied in der Redaktion von onlinekosten.de. Video: onlinekosten.de


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