Es ist alles andere als vorteilhaft, wenn eine Sicherheits-Software selber zum Einfallstor für schadhaften Code wird. Die Malware Protection Engine soll in allen aktuellen Microsoft Betriebssystemem Viren und andere Schädlinge fernhalten. Wie der Kieler Verein
"Deutsches Sicherheitsnetz" berichtet, soll die Software nun selbst zur Hintertür für Angreifer geworden sein.
Mittlere Gefahrenstufe
Allerdings räumen die Experten ein, dass bislang nur Internet-Schädlinge bekannt seien, die zunächst über entsprechende Lücken den Microsoft-Virenstopper ausschalten. Bei einem nächsten Angriff seien dann keine Barrieren mehr vorhanden und Angreifer könnten ungehindert Schaden anrichten. "Die Gefahr, dass Schutzsoftware für Angriffe missbraucht wird, ist in den letzten Monaten erheblich gestiegen", sagt Frank Bock, Vorstand des Deutschen Sicherheitsnetzes, und kommentiert weiter: "Gegen solche Lücken, wie sie jetzt erkannt wurden, können sich PC-Anwender nur durch Mehrfachschutz in zwei Ebenen schützen, so wie es heute im Auto durch Sicherheitsgurt und Airbag üblich ist". Passend dazu bietet der Verein seinen Mitgliedern ein Sicherheitspaket an, das neben der Schutzfunktionen auch Hilfe im Ernstfall bietet.
Update von Microsoft
Wer dem Deutschen Sicherheitsnetz e.V. beitreten möchte, muss eine Jahresmitgliedschaft für 40 Euro abschließen. Aber auch Nicht-Mitglieder können sich schützen: Microsoft hat auf das
Sicherheitsproblem, das Denial-of-Service-Attacken ermöglichen könnte, bereits reagiert und ein
Update bereit gestellt. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft.