Und sie kommen tatsächlich: Erst vor kurzem hatte Nicholas Negroponte, Gründer der OLPC-Organisation (One Laptop per Child), über ein mögliches Windows für die XO-Laptops
nachgedacht, jetzt ist es soweit. Microsoft und OLPC haben bekannt gegeben, dass XO-Laptops in Zukunft mit Windows verfügbar sein werden. Die Entscheidung für das Microsoft-Betriebssystem sieht aber nicht jeder positiv.
Dual-Boot
Die ersten Geräte sollen schon im Juni in ausgewählten Ländern erhältlich sein. Nach eigenen Angaben hat Microsoft über ein Jahr mit verschiedenen Unternehmen an der Umsetzung von Windows für die OLPCs gearbeitet. Das Betriebssystem unterstützt nun beispielsweise die Kamera, die WLAN-Funktion sowie den E-Book-Modus des XO-Notebooks. Gleichzeitig kündigte Negroponte eine Dual-Boot-Version des Laptops mit Linux an, Medienberichten zufolge soll diese bereits im Oktober folgen. Darüber hinaus wird derzeitig auch an einer Portierung der kindgerechten Benutzeroberfläche "Sugar" für das Windows-Betriebssystem gearbeitet.
Kundenwunsch
Laut Microsoft und OLPC hätten viele Interessenten nach einer Windows-Unterstützung für die XO-Rechner gefragt. Die Gründe liegen auf der Hand, schließlich ist das Angebot an Windows-basierender Software groß.
Wie das "Wall Street Journal" bekannt gab, stellt der Softwareriese das Betriebssystem für gerade einmal drei Dollar bereit. Weiterhin berichtet die Zeitung, dass nach dem Ausscheiden des Entwicklers der Bitfrost-Sicherheitsplattform, Ivan Krstic, nun auch Software-Präsident Walter Bender dem Projekt den Rücken kehrt. Zitat: "Um Windows auf einen Laptop zu bringen, braucht ihr mich nicht".
Marcel Petritz