Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) mitteilt, sind die Bundesbürger wahre Quasselstrippen: Noch nie wurde so viel telefoniert wie im vergangenen Jahr – vor allem per
VoIP.
51 Stunden pro Person
Im vergangen Jahr sei das Gesprächsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf insgesamt 253 Milliarden Minuten gestiegen. Dies bedeutet, dass im Schnitt jede Person pro Jahr etwa 51 Stunden telefoniert. Die meisten Gesprächsminuten, 169 Milliarden, wurden über das Festnetz geführt. Mit einem Minus von 3,4 Prozent sind die Festnetz-Gespräche allerdings insgesamt rückläufig. Als Gewinner geht hingegen die Internettelefonie hervor – mit einer Zuwachsrate von 78 Prozent. Trotzdem haben die VoIP-Telefonate mit 16 Milliarden Minuten den kleinsten Anteil. In der Mitte liegen die Handy-Gespräche mit 68,3 Milliarden Minuten und einer Steigerung von 19,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Obwohl das Gesamtvolumen gestiegen ist, wird der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten nach Auffassung der Bitkom im aktuellen Jahr leicht sinken – um 1,9 Prozent auf rund 56 Milliarden Euro. Als Grund für den Rückgang nannte der Verband weiter fallende Preise, die zu sinkenden Umsätzen im Festnetz und beim Handy führen. "Die niedrigen Handy-Tarife haben außerdem zur Folge, dass weniger mit dem Festnetz telefoniert wird", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Während Sprachdienste prozentual zurückgehen, sollen Internetzugänge und mobile Datendienste für mehr Umsatz sorgen.
Zuwachsraten bei Datendiensten. Bild: Bitkom
Saskia Brintrup