Bei den Preisverhandlungen zwischen dem Pay-TV-Sender HBO und der Online-Musik- und Videoplattform
iTunes hat Apple jetzt das Nachsehen. Um die gemeinsame Vertriebsvereinbarung von HBO-Titeln auf iTunes unter Dach und Fach zu bringen, ist der
iPod-Hersteller jetzt zum ersten Mal von seinem strikten Tarifmodell abgerückt und verkauft damit TV-Sendungen und Serien des Studios über dem bisher geltenden
Einheitspreis.
HBO-Titel werden teurer
Dank der neuen Zusammenarbeit können Kunden auf der Medien-Plattform künftig - zusätzlich zum bisherigen Angebot - mehr als 800 TV-Shows und 20.000 Folgen von Serien wie "Sex and the City" oder "The Wire" abrufen. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 1,99 und 2,99 US-Dollar pro Folge. Bisher mussten iTunes-Nutzer für Sendungen - egal von welchem Studio und Aktualität - einen einheitlichen Preis von 1,99 Dollar zahlen. Ob sich das Preis-Zugeständnis demnächst auch auf die Angebote anderer TV-Sender auswirken wird, ist derzeit nicht bekannt. Branchenkenner gehen jedoch davon aus, dass dies bei neuen Kooperationen zur Sprache kommen wird. Auch Nachverhandlungen mit bestehenden iTunes-Partnern seien nicht ausgeschlossen.
Einheitspreis bald hinfällig?
Auch die zahlreichen
Musik-Verlage werden sich schon die Finger noch einem
besseren Vertragsabschluss lecken. Auch hier galt und gilt ein Einheitspreis von 99 Cent pro abgerufenen Song. Grund dafür sei laut Apple-Chef Steve Jobs die lange Zeitspanne, um die Akzeptanz der neuen Plattform bei den Nutzen zu stärken.
Auch deutsche Serienfans können sich freuen
Auch in
Deutschland werden Serienfans von iTunes mit TV-Inhalten versorgt. Unter anderem finden sich dort Serien wie "Lost", "Desperate Housewives" oder "South Park", die zum Preis von 1,99 bis 2,49 Euro angeschaut werden können. Große Blockbuster finden die deutschen Fans hier allerdings nicht.