Telefongespräche über das Festnetz werden bald Seltenheitswert haben. Zunehmend mehr
DSL Anbieter setzen stattdessen auf die Internettelefonie (
VoIP). 2012 wird auch die Deutsche Telekom auf die IP-Technik umschalten. Anbieter wie
Hansenet oder
Arcor setzen bereits heute auf das sogenannte
Next Generation Network (NGN). VoIP-Anbieter
Sipgate übt nun heftige Kritik an den NGN-Anbietern.
Kunden werden bevormundet
Die Düsseldorfer geben sich in diesem Frühjahr diskussionsfreudig. Bereits Mitte März hatte Sipgate sich wegen der Sprachqualität von VoIP-Telefonaten einen
Schlagabtausch mit der Deutschen Telekom geliefert. Nun übt der Düsseldorfer VoIP-Anbieter unter anderem Kritik an NGN-Anbietern wie Arcor und Hansenet. Die von ihnen eingesetzte NGN-Technik würde die Kunden einschränken und sei für Festnetz-Kunden ein Rückschritt. "Verbraucher wissen in der Regel nicht, dass NGN gleich VoIP ist, NGN ihnen aber zentrale Vorzüge der Internet-Telefonie vorenthält", sagt Thilo Salmon, Geschäftsführer der Indigo Networks GmbH, dem
Anbieter von Sipgate.
Die Nutzung anderer
VoIP-Anbieter würde bei NGN durch die Betreiber-Hardware unterbunden, die Kunden folglich bevormundet. Abhängig würden die Kunden auch dadurch, dass sie bei einer Vertragskündigung neben dem Internetanschluss auch ihren Telefondienst verlieren. Ein wesentlicher Vorteil von VoIP sei die weltweite Nutzung. NGN schließe aber eine solche nomadische Nutzung aus.