Donnerstag, 15.05.2008 10:29

Gewinner: Wenn andere wachsen, wächst QSC mit

aus dem Bereich Breitband
Den harten Kampf um niedrige Preise und mehr Kunden hat – zumindest im ersten Quartal – ein Internetanbieter schadlos überstanden: QSC. Mehr noch, der Kölner Provider konnte in den ersten drei Monaten des Jahres sowohl Umsatz als auch Gewinn kräftig steigern.

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Mehr Kunden, Umsatz und Gewinn

Insgesamt kletterte der Umsatz um 27 Prozent auf 97,5 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum betrug er lediglich 76,8 Millionen. Den Erfolg verdankt das Unternehmen der Profitabilität des Wholesale-Geschäfts. Wiederverkäufer wie Alice, 1&1 und freenet brachten satte 90 Prozent Wachstum in diesem Segment, wobei der Umsatz im eigenen Privat- und Geschäftskundenbereich um minus 12 Prozent einknickte. Zwar kann sich QSC mit 124.700 neuen Vertragsunterzeichnungen über das höchste Kundenwachstum in der Unternehmensgeschichte freuen (heute gehen rund 410.000 Nutzer über QSC ins Netz), doch gleichzeitig leidet das Unternehmen in erster Linie unter dem anhaltenden Preiskampf in der konventionellen Sprachtelefonie. Grund zur Sorge ist das nicht: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug beim Kassensturz Ende März 11,4 Millionen Euro – satte 28 Prozent mehr als noch im ersten Quartal 2007.

Verluste - und gute Aussichten

Die glänzende Bilanz wird jedoch durch erhöhte Abschreibungen getrübt. Mehr Kunden bedeuten ein Mehr an Aufwendungen für die Schaltung ihrer Anschlüsse, zudem hat der Anbieter im Zuge der Netzerweiterung die Zahl der Hauptverteiler von rund 1.000 auf rund 1.800 erhöht. Der Verlust von rund minus 4,1 Millionen Euro schlug sich im QSC-Konzernergebnis nieder, im letzten Jahr betrug der Gewinn noch 1,1 Millionen Euro. Insgesamt wurden 28,6 Millionen Euro investiert, nachdem es 2007 noch 10,6 Millionen Euro waren.

Angesichts des dennoch vielversprechenden Starts in das Jahr sieht QSC keine Veranlassung eine andere statt eine schlichtweg optimistische Prognose für die Zukunft des Geschäfts zu wagen. Für 2008 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 385 bis 405 Millionen Euro und ein EBITDA-Ergebnis von 50 bis 60 Millionen Euro.
André Vatter
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    Zuletzt kommentiert von Einste1n am 15.05.2008 um 17:44 Uhr
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