Gute Nachrichten für Spam-Opfer: Die Bundesrichterin Audrey B. Collins hat in Los Angeles zwei Nutzer, die massenhaft Spam-Mails über MySpace verbreiteten, zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).
230 Millionen Dollar
Der Meldung zufolge müssen der bereits offenkundige Spammer Sanford Wallace mit den Spitznamen "Spam King" und "Spamford" sowie sein Partner Walter Rines 230 Millionen US-Dollar Schadensersatz an den Betreiber der
Social-Network-Plattform zahlen. Die beiden Spammer hätten eigene Accounts oder Konten anderer User übernommen, um ihre Nachrichten zu verschicken. Die Passwörter hatten sie sich per
Phishing ergaunert. Nach Angaben von MySpace haben sie die Mitglieder des Netzwerks mit mehr als 730.000 E-Mails überschüttet, von denen viele nicht sofort als Spam entlarvt werden konnten.
Null-Toleranz-Politik
Auch wenn die Strafe letztendlich vielleicht nicht gezahlt wird, hofft das Portal zumindest auf eine abschreckende Wirkung bei anderen Spammern. So sagte Hemanshu Nigam, Sicherheitschef bei MySpace, gegenüber AP: "Spammer wollen nicht bestraft werden, sie wollen Geld verdienen. Es ist unsere Aufgabe, ein Signal zu senden, um sie zu stoppen." MySpace habe "null Toleranz" gegenüber Nutzern, die versuchen, illegal auf der Website zu agieren. Man werde weiterhin diejenigen belangen, die gegen das Gesetz verstoßen und versuchen, den Community-Mitgliedern zu schaden.