Gleich vier neue Sicherheits-Patches stehen ab sofort auf dem Microsoft-Update-Server zum Download bereit.
Wie angekündigt, hat der weltgrößte Software-Konzern mehrere Sicherheitslücken im Betrriebssystem Windows sowie in Komponenten der Büro-Software Office geschlossen. Drei Sicherheitslücken werden als "krritisch" eingestuft, was der höchsten Warnstufe bei Microsoft entspricht.
Böse Word-Fehler
So ist es beispielsweise ohne Installation der neuen Software-Flicken durchaus gefährlich, das Textverarbeitungs-Programm Word zu nutzen. Wird eine manipulierte Word-Datei geöffnet, sei es möglich, das Hacker die Kontrolle über das betroffene System erlangen. Damit ist es Hackern zum Beispiel möglich, Programme zu installieren, Dateien zu löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten zu erstellen. Ähnliche Schwachstellen wurden in der Jet-Datenbankengine und in Microsoft Publisher gefixt.
Als "moderat" stuft Microsoft zwei Sicherheitsanfälligkeiten im Modul zum Schutz vor schädlicher Software ein. Ein Angreifer kann jede der Sicherheitsanfälligkeiten ausnutzen, indem er eine speziell gestaltete Datei erstellt, die Denial-of-Service-Attacken ermöglicht, wenn sie von dem Zielcomputersystem empfangen und vom Microsoft-Modul zum Schutz vor schädlicher Software überprüft wird. Ein Angreifer, der eine dieser Sicherheitsanfälligkeiten erfolgreich ausnutzt, kann bewirken, dass das Microsoft-Modul zum Schutz vor schädlicher Software nicht mehr reagiert und dann automatisch - zusammen mit dem gesamten Rechner - neu startet.
Schnell updaten
Ein Download der Mai-Patches und eine Installation ist ab sofort über die
Windows-Update-Seite möglich. Im Laufe der nächsten Stunden wird eine Aktualisierung von betroffenen Rechnern auch über die automatische Update-Funktion von Windows vorgenommen. Eine schnellstmögliche Aktualisierung ist allen Windows-Nutzern, die mit ihrem PC im Internet surfen, dringend zu empfehlen.