Das US-Unternehmen Powerset mit Sitz in San Francisco hat seine gleichnamige Suchmaschine gestartet. Im Gegensatz zu anderen Diensten soll
Powerset die Sprache des Nutzers besser verstehen und sogar auf Fragen antworten können.
Alles im Blick
Die semantische Suchmaschine fahndet nicht nur nach Schlagworten. Stattdessen lassen sich auch ganze Sätze oder Fragen eingeben, auf die der Service schon während der Anzeige der Treffer Antworten liefern kann. Derzeit unterstützt der Dienst nur Wikipedia in englischer Sprache. Die Ergebnisse werden allerdings nicht in Form von Links ausgegeben – Powerset zeigt eine kurze Definition aus der
freebase-Datenbank an, die sicherlich schon einige Fragen beantwortet. Außerdem fügt der Service je nach Anfrage verschiedene Informationen aus unterschiedlichen Artikeln zusammen und bietet so bereits einen Überblick zum gesuchten Thema.
Ausweitung und neue Funktionen geplant
Ruft der Nutzer schließlich einen Wikipedia-Eintrag auf, erscheint an der Seite ein Inhaltsverzeichnis, das direktes Springen auf bestimmte Abschnitte ermöglicht und so die Navigation vereinfacht. Zusätzlich werden verwandte Informationen angezeigt, sodass der Nutzer bequem seinen Wissensdurst stillen kann. Die gewonnenen Infos kann er auch mit anderen teilen: Per Mausklick wird die URL in einen
Social Bookmarking-Dienst übernommen. In den kommenden Monaten sollen Premium-Inhalte und neue Funktionen folgen. Was das Unternehmen genau darunter versteht, bleibt abzuwarten. Sollte sich die Suchmaschine irgendwann auf das gesamte World Wide Web ausweiten, würde vielleicht auch eine Suche nach Hotels in Tokio die gewünschten Treffer liefern.
Trefferliste mit Powerset. Screenshot: onlinekosten.de
Saskia Brintrup