Die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom,
T-Mobile, hat die GSM-Netzmodernisierung abgeschlossen. Das wurde von Telekom-Chef René Obermann bereits am Donnerstag bei der Vorstellung der
jüngsten Quartalszahlen verkündet. Jetzt wurden weitere Details kommuniziert. Durch den Ausbau kommen Kunden deutschlandweit in den Genuss des Datenbeschleunigers
EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution).
Schnelle Modernisierung
Innerhalb eines Jahres brachte T-Mobile seine mehr als 20.000 Funkzellen auf den neuesten Stand der Technik – Frequenz und Feldstärke der Anlagen blieben gleich, es mussten daher keine neuen Sender aufgestellt werden. Mit den Partnern Alcatel-Lucent und Ericsson schaffte man im Zuge der "weltweit größten Modernisierung das modernste GSM-Mobilfunknetz für seine Kunden". Neben der flächendeckenden Bereitstellung von EDGE habe man so auch deutlich die Sprachqualität verbessern können. Außerdem ergeben sich durch die neue, energiesparende Technik neue Möglichkeiten zur Kostenreduzierung.
"Der Systemtechniktausch bei einem Mobilfunknetz im Livebetrieb gleicht einer Operation am offenen Herzen", sagt Günther Ottendorfer, Geschäftsführer Technik T-Mobile Deutschland. "Wir haben hier Neuland betreten. In dieser Größenordnung hat es das bisher noch nicht gegeben".
DSL-Alternative fürs Land
In Regionen ohne DSL- und UMTS-Anbindung stellt EDGE eine Alternative zum ISDN-Anschluss dar. In Verbindung mit kompatibler Hardware sind Downstream-Raten von bis zu 220 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) möglich – im Vergleich zu ISDN (64 Kbit/s) eine deutliche Verbesserung. Im Upload bietet EDGE immerhin maximal 110 Kbit/s.
Michael Müller