Im vergangenen Jahr entdeckten die Computer-Experten vom Kieler Verein "
Deutsches Sicherheitsnetz" in Apples
QuickTime insgesamt 37 Sicherheitslücken. Auch in der aktuellen Version 7.4.5 sind sie jetzt wieder fündig geworden.
Ausspähen des Computers
Demnach sei der Multimedia-Player besonders in der Windows-Version anfällig für Schwachstellen, die ein Ausspähen des Computers ermöglichen. "Hierzu reicht es zumeist schon, eine manipulierte Internetseite mit eingebetteten Videos zu besuchen", warnt Frank Bock vom Deutschen Sicherheitsnetz. QuickTime sei auf vielen Computern standardmäßig zum Anzeigen von Film- und Video-Sequenzen installiert und könne auch selbständig Programme ausführen, die im schlimmsten Fall private Daten des Anwenders an
Online-Kriminelle senden.
Schutzprogramme können helfen
"Eine unbemerkte Infizierung der Festplatte sorgt in Windeseile für den Befall aller Videodateien", sagt Bock. Gerade an Wochenenden und Feiertagen würden Millionen Menschen private Videos tauschen und so ungewollt Internet-Schädlinge an andere Nutzer verbreiten. Deshalb habe der Verein eine bundesweite Initiative zur Stärkung der
PC-Sicherheit gestartet. Ziel der Aktion sei es, möglichste jeden privaten Computer in Deutschland auf ein ähnlich hohes Sicherheitsniveau wie beim
Online-Banking zu bringen. Die dazu notwendige Software und entsprechende Sicherheitshinweise gibt es nach vorheriger Anmeldung auf der Internetseite des Vereins.
40 Euro Jahresmitgliedschaft
Umsonst sind die Leistungen des Deutschen Sicherheitsnetzes allerdings nicht. So ist, um beispielsweise an die Schutzprogramm und Hilfeleistungen zu kommen, eine Jahresmitgliedschaft in Höhe von 40 Euro fällig. Bei der Anmeldung über die Kooperationspartner wie teilnehmende Banken und Sparkassen kostet die Mitgliedschaft 30 Euro.
Michael Friedrichs