Rein finanziell war das erste Quartal allerdings einmal mehr erfolgreich. Die Deutsche Telekom konnte mehr verdienen als noch vor einem Jahr. Unter dem Strich wurde ein Gewinn in Höhe von 924 Millionen Euro eingefahren. Vor einem Jahr hatte die Telekom im gleichen Zeitraum mit 459 Millionen Euro weniger als die Hälfte verdient.
Umsatz geht zurück
Aufgrund der Anschlussverluste ging der Umsatz des Konzerns im ersten Quartal um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 14,98 Milliarden Euro zurück. Mehr als die Hälfte der erzielten Umsätze (7,72 Milliarden Euro) wurden im Ausland erwirtschaftet. Den Rückgang führt der Bonner Konzern insbesondere auf veränderte Wechselkurse zum Dollar und zum britischen Pfund zurück. Ohne diese Effekte wäre der Umsatz um 0,5 Prozent gesteigert worden.
Die häufig gescholtene Festnetzsparte verdiente im ersten Quartal vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um Sondereffekte bereinigt etwa 0,4 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres, was die Telekom mit Einsparungen durch die Umstrukturierung des Unternehmens erklärte. Die Telekom hatte zuletzt zehntausende Mitarbeiter in Servicegesellschaften ausgelagert, wo sie weniger verdienen und länger arbeiten müssen.
Positiver Ausblick
Telekom-Chef René Obermann sieht in den Zahlen eine positive Entwicklung. "Wir haben in diesen drei Monaten eine gute Basis für den weiteren Jahresverlauf legen können." Für das laufende Geschäftsjahr plant die Telekom weiter mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von rund 19,3 Milliarden Euro und einem Free-Cash-Flow von rund 6,6 Milliarden Euro. Das soll sich auch in Form einer attraktiven Dividende für die Telekom-Aktionäre auszahlen.
Hayo Lücke